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Die junge Melanie wird gebeten zu ihrer alten Geburtsstadt Gibbington zu kommen, da ihr Vater Howard in ernsten Schwierigkeiten stecken soll. Bei ihrer Ankunft erklärt man ihr, dass der kleine Ort von einer Mordserie erschüttert wurde und Howard der Hauptverdächtige ist. Zusammen mit ihrem alten Bekannten Jimmy versucht sie nun ihren Vater vor dem Sheriff und seinen Männern in den weitläufigen Sumpfgebieten aufzuspüren. Als Melanie ihren Vater findet, wird ihr schnell klar, dass er nicht der Mörder sein kann. Doch etwas lauert da draußen im Sumpf. Ein Wesen, das nach gnadenloser Rache an Howard trachtet. Und ausgerechnet Melanie scheint dieses Wesen zu ihrem Vater geführt zu haben...


Bei "Swamp Devil" handelt es sich um recht unterhaltsame TV-Unterhaltung, das inhaltsmäßig schon etwas an Wes Craven's "Das Ding aus dem Sumpf" erinnert. Sicherlich ist die hier erzählte Geschichte etwas anders gestrickt, wer aber Filme dieser Art zu schätzen weiss, kann hier durchaus auf seine Kosten kommen. Besondere Höhepunkte sollte man dabei allerdings nicht erwarten, denn damit kann diese Low Budget Produktion in keiner Phase aufwarten. Vielmehr wird man mit einer Story konfrontiert, die größtenteils recht interessant erzählt wird und auch wenn das Erzähltempo sich in überschaubaren Grenzen hält, kommt während des Geschehens keine Langeweile auf, was man getrost als Pluspunkt anführen kann.

Leider hat Regisseur David Winning seine Geschichte etwas zu vorhersehbar in Szene gesetzt, denn ziemlich schnell kann sich der Zuschauer denken, in welche Richtung das Geschehen läuft, so erfährt man auch recht zeitig, was es mit dem Sumpfmonster auf sich hat und wer dahinter steckt. Dadurch entsteht natürlich zu keiner Zeit so etwas wie echte Hochspannung, zu durchschaubar sind die Abläufe und Zusammenhänge, die sich einem präsentieren. Dennoch übt der Film eine gewisse Faszination auf den Betrachter aus, der trotz vorhersehbarem Plot gespannt die Szenerie verfolgt, in der immer mehr Menschen dem Monster zum Opfer fallen. Dies geschieht allerdings auf äusserst unspektakuläre Art und Weise, man sollte also keinerlei harte oder blutige Passagen erwarten, denn bis auf 2-3 kleinere Szenen wird in dieser Beziehung nichts geboten.

Kommen wir zum Monster selbst, das ehrlich gesagt eher belustigend als gefährlich erscheint, die Effekte sind nicht unbedingt die besten und so verleiht der "Swamp Devil" der Geschichte auch eine leicht trashige Note, die dem Gesamtbild allerdings ganz gut zu Gesicht steht. Auch die darstellerischen Leistungen sind für einen Film dieser Art vollkommen ausreichend, auch wenn man sicherlich keinen neuen Oscar-Anwärter zu Gesicht bekommt. Zwar gibt es auch hier einmal mehr einige recht unlogische Verhaltensweisen der Protagonisten zu sehen, aber irgenwie erwartet man das schon fast zwangsläufig in solchen Filmen, da einem ansonsten wirklich etwas fehlen würde.

Letztendlich ist "Swamp Devil" ganz sicher kein Genre-Beitrag, der besonders nachhaltig im Gedächtnis hängenbleiben wird, doch bietet der Film durchaus ansehnliche Unterhaltung für zwischendurch. Wer einen netten Mix aus Horror-und Fantasy zu schätzen weiss, der sollte ruhig zugreifen, denn es gibt genügend Genre-Kollegen, die weitaus schlechter unterhalten.


Fazit:


Sicherlich erfüllt diese Werk keine höheren Ansprüche, bietet aber einen netten Genre-Mix, der größtenteils kurzweilig unterhalten kann. Natürlich muss man einige Abstriche machen, doch insgesamt gesehen offenbart sich ein Film auf gutem TV-Niveau, der jederzeit für einen gemütlichen Filme-Abend bestens geeignet ist. Mit etwas mehr Fantasie und einem höheren Budget hätte man sicherlich noch eine Menge mehr bewerkstelligen können, aber auch so ist eine Sichtung dieses Werkes nicht unbedingt vergeudete Zeit.



5/10

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