Review

Inhalt:

China zur Zeit der Ming-Dynastie. Die Dynastie ist durch die mongolischen Völker nördlich der Grenzen bedroht..., und Lord Sun (Lee Pang-Fei) weiß um den Verräter, der mit den Feinden kollaboriert!
Dieser Verräter ist Lord Fu Bing-Zhong (Ching Miu).

Der Verräter soll durch die "Four Guards" ausgeschaltet werden..., dies sind Zhi Yu (Lee Wan Chung), Gu Wan (Liu Wai) und die beiden Kampf-Schwestern, die beiden bildschönen Amazonen Shi Xue-Lan (Shu Pei Pei) und Shi Xue-Mei (Yue Wai aka Jeannette Yu).
Fu Bing-Zhong wird per Dekret aus dem Staatsdienst entlassen..., und will zu dem mit ihm paktierenden Banditen-Boss (Wong Chun-Shun), der in einer uneinnehmbaren Festung in den Bergen residiert, entweichen! 
Nur sein Leibdiener begleitet ihn.

So begegnen sie auf ihrem Weg dem vagabundierenden Stock-Kämpfer Yin Shu-Tang (Chuen Yuen aka Chuan Yuan)..., und dieser soll Fu als Bodyguard auf dem weiteren Weg schützen.
Doch auch die Schwestern Shi Xue-Lan und Shi Xue-Mei schließen sich dieser kleinen Gruppe an..., ein gefahrvoller Weg, immer wieder kommt es zu Kämpfen gegen Banditen. 
Auch Zhi Yu und Gu Wan finden Anschluss..., und der General Lord Sun´s, Jin Zhi-Ping (Tung Li) soll Fu Bing-Zhong Entsatz bieten!
So kommt es, und die Festung wird nach vielen Gefahren erreicht!

Sowohl Shi Xue-Lan als auch Yin Shu-Tang werden gefangen gesetzt..., doch kann sich Shi Xue-Lan alsbald befreien.
Als die Ming-Patrioten auch Yin Shu-Tang aus seinem Verließ befreien können, und Jin Zhi-Ping, der auf Seiten der Patrioten steht, seine Truppen alarmieren kann..., kommt es gegen die Banditen, zu deren gefährlichsten Kämpfern die "Four Giants" mit ihren gewaltigen Stahlkugel-Keulen gehören, zum verzweifelten und überaus blutigen Show-Down...!

Können die Patrioten um die "Four Guards" diesen Kampf bestehen, und auch Fu Bing-Zhong seiner gerechten Strafe zuführen......?


Fazit:

Im Jahre 1972 drehte Regisseur Lin Fu-Ti diesen durchaus spannenden und blutigen Eastern für die Studios der Shaw Brothers in Hongkong.
In den wieder visuell reizvollen Studio-Sets der Shaw Brothers und auch pittoresken Außenaufnahmen, gelang hier Lin Fu-Ti ein solider Genre-Beitrag, ein Abenteuer-Eastern mit einfacher Handlung und dramatischen Kämpfen mit einer Gruppe von patriotischen Fightern im Zentrum.
Die Atmosphäre ist durch dunkle Bilder denn eher düster-bedrohlich..., das Innere der Festung, vor allem der Verließ-Komplex -im Studio nachgebaut-, verströmt dies denn insbesondere.

Sogleich sind die Fronten abgesteckt, Lin Fu-Ti taucht sofort in die Storyline ein..., doch baut er diese dann, und somit auch die Spannung, behutsam auf.
Ein Verräter versucht seine Kollaborateure zu erreichen, seine Gegner schließen sich ohne sein Wissen an..., diese haben selbst einen Verräter der Gegenpartei an ihrer Seite, der Weg ist voller Gefahren.., und in der düsteren Residenz der Schurken kommt es denn schließlich zum langgezogen-mehrteiligen, dramatisch-verzweifelten und überaus blutigen Endfight!
Nur mit kleineren Längen versehen, gelingt es Lin Fu-Ti denn dieses einfache Grund-Konzept in 86 Minuten Laufzeit strikt durch zu ziehen, in ein intensives Fight-Finale münden zu lassen..., und garniert seinen Streifen mit interessanten Kamera-Winkeln (z.B. von einer Raum-Decke aus) und visuellen Einfällen (u.a. wird hier eine Kampf-Szene durch ein durch die Flammen größer werdendes Brandloch langsam für den Betrachter quasi "freigelegt").

Es gibt eigentlich gar keine richtige "Hauptrolle" hier, es ist eine Ensemble-Leistung.
Shu Pei Pei und Yue Wai (aka Jeannette Yu), die beiden Kampf-Amazonen, ragen hier ein bisschen heraus..., mutig, beherzt agieren sie..., und vor allem im Finale fighten sie denn am verzweifeltsten gegen eine Übermacht, gegen Feinde die ihnen gegenüber doch körperlich total überlegen sind. Beide Damen machen ihre Sache mit Agilität absolut tapfer.
Ihnen zur Seite steht Chuen Yuen (aka Chuan Yuan), der mit seinem Bambus-Kampfstock fightet..., und sein Charisma in diese Rolle einbringen kann.

Tung Li steht den Helden bei..., ist denn der entscheidende Mann, dessen Truppen erst einen Erfolg möglich zu machen scheinen. Todesmutig auch er..., und Tung Li zeigt ein solides Spiel.
Lee Wan Chung und Liu Wai gehören zwar auch zu den "Four Guards", doch bleiben sie überraschender Weise eher im Hintergrund, wirken eher blass.
Die Villains..., Ching Miu, der Verräter, so skrupellos wie feige, Fans der Shaw Brothers wissen, er kann das souverän verkörpern. Wong Chung-Shun macht das indes alles mit seiner bösartigen Aura, dem Spiel seiner Augen..., ein Gesicht das nur Schlechtigkeit ausdrückt.

Das Wichtigste ist die Action. Die zahlreichen Fights sind denn rustikal gehalten..., erst im Finale bekommt alles durch die sich steigernde Dramatik, durch jetzt etliche 1vs20-Kämpfe den richtigen Drive und der Bodycount und Blutgehalt erreicht zuvor ungeahnte Höhen! 
Zum Ende hin teilt sich das Geschehen, schnelle Schnitte jetzt, jede Heldin, jeder Held hat jetzt "ihren"/"seinen" Gegner..., die "Four Giants" -4 brutale, feiste Fighter mit Glatze und gewaltigen Stahlkugel-Keulen- treten in diesen dramatischen Endkampf ein..., und das Blut spritzt nur so.
Vor allem Shu Pei Pei und Yue Wai fighten verzweifelt, Shu Pei Pei gegen Wong Chung-Shun mit seiner Peitsche..., Yue Wai gegen einen der "Four Giants"! Beide Damen am Ende ihrer Kräfte..., sie müssen sich was einfallen lassen, und das macht es nicht weniger dramatisch!
Ihrem Kontrahenten sticht Yue Wai beide Augen aus, spielt mit ihm makaber "Blindekuh" in der düsteren Todes-Halle, und am Ende ihrer Kraft lockt sie denn ihren Feind so kalt wie verzweifelt in die Falle!

"The imperial swordsman"..., einer von so vielen Abenteuer-Actionern der Shaw Brothers Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. 
Ein solider Genre-Beitrag..., atmosphärisch dicht mit düsterer Note, einer starken Ensemble-Leistung, zielstrebig-strikt umgesetzter Geschichte und blutig-dramatischer Action.

6,5/10. 

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