Review

Ich gebe diesem soliden Thriller-Drama 7 Punkte, weil man anfänglich scheinbar auf „vertraute Pfade“ geführt wird, um dann gänzlich mit Irrungen, Wirrungen und nicht absehbaren Ereignissen, den Zuschauer zu interessieren vermag. Natürlich ist der Regie-Streich von Mister Anderson kein Hitchcock, sondern ansprechende „Hausmannskost“. Wer einen Actionfilm sucht, ist ebenfalls im falschen Film, obwohl es gegen Ende ein wenig „rummst“ und „hostelt“. Doch wer das nötige Durchhaltevermögen hat, und das ist bei der Lauflänge und entsprechend ruhigen Inszenierungsweise notwendig, wird mit einer durchweg „runden Sache“ belohnt. Schade nur, dass Woody so ein nerviges „Biedermännchen“ darstellen muss – hier verschenkte man klar Potential. Die Rolle von Thomas Kretschmann ist ja sowas von nichtssagend, dass es zum Heulen ist. Aufgefallen ist mir nur sein „Name“ in den End-Credits, denn während der Handlung kommt er so blass und unbedeutend daher, dass er gar nicht auffällt. Wie kann man „unserem“ sehr guten „Export-Schauspieler“ eine solch banale Rolle geben? Emily, Kate, Ben und Eduardo haben hier mehr „Spielraum“ und überzeugen in ihrer Performance auf der ganzen (Bahn-) Linie. Natürlich ist Kingsley schauspielerisch unterfordert.
Letztendlich ein gelungener Thriller – nicht weltbewegend, aber unterhaltsam.

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