Review

In the Electric Mist - Mord in Louisiana
Schnarch, guten Morgen … Ist in China ein Sack Reis umgefallen? Genau so uninteressant und langweilig zeigt sich „In the Electric Mist - Mord in Louisiana“. Hilfe, da ist ja gar nichts los. Also, es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder der Film ist so anspruchsvoll, dass ich ihn nicht verstehe, da ich zu anspruchslos bin, oder der Film ist so scheiße, da er mir einfach nicht das gibt, was ich von einem Film erwarte, nämlich das, das ich in ihn eintauchen kann, mir eine tolle Geschichte erzählt wird und einfach Freude erlebe. Na vielleicht eine Mischung aus beidem.

Letzteres, eine gute Geschichte vermisse ich hier. Die ganze Story wirkt derbe billig und unoriginell. Wer hier einen gehaltvollen Thriller erwartet, wird enttäuscht sein, denn das Tempo des Streifens lässt dieses nicht zu. Langsam, ruhig und geschmeidig dümpelt das Filmchen dahin ohne Action und Effekte. Der Fokus wird hier auf einen Ex-Alki gerichtet, der als Polizist in einer Kleinstadt für Recht und Ordnung sorgt. Als ein Filmteam auftaucht und zeitgleich auch Morde geschehen, beginnt das Abenteuer mit der Tätersuche. Nach und nach puzzelt sich der Fall zusammen, wird gelöst und schwupps schließt sich auch die Akte.

Der Film selbst ist kein Streifen für nebenbei. Aufmerksamkeit ist hier definitiv gefragt. Gerade deshalb, da er sehr tiefgründig ist und durch die Handlung Hintergründe vermittelt und eine Spur Gesellschaftswesen in Louisiana. Ich will nicht sagen, dass der Streifen ausschließlich für ein intellektuelles Publikum ausgerichtet ist, aber irgendwie kommt er so rüber, man hat sich mit dem Drehbuch also ordentlich Gedanken gemacht. Das ganze Geschehen und die Bilder werden so vermittelt, dass es wirklich authentisch wirkt. Doch die einzelnen Personen, um die es geht, wirken einfach zu wenig beleuchtet, sodass es zu aufgesetzt wirkt.

Leider ändert sich dieses auch nicht durch einen kleinen „Mistery - Faktor“ den man eingesetzt hat. Die Grundidee in einem Sumpfgebiet einen alten spukigen General einzusetzen kommt zwar nicht schlecht und sorgt sogar für etwas Spannung, aber das war es dann auch schon.

Ich würde den Film eher in das Genre „Krimi“ einsortieren statt in die Schublade „Drama“. Aber auch hier ist jeder Columbo tausendfach besser. Wer einen mitreißenden Film erwartet wird vermutlich enttäuscht sein.

Fazit:
Schade hätte mehr erwartet. Nicht dass man mich falsch versteht, der Film ist durchdacht und mit Aufwand umgesetzt, aber er spricht mich leider nicht an und daher nur 1/10.

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