Kurz vor Weihnachten. Die junge Berlinerin Anna fährt mit ihrem klapperigen 1er Golf nach Polen. Sie hofft der Wagen wird geklaut und sie kann die Versicherungsprämie einsacken. In einer Dorfkneipe trifft sie den angehenden Juristen Max, der das alte Haus seines Großvaters zurückkaufen soll. Zusammen begeben sie sich eher unfreiwillig auf eine kleine Reise durch Polen, mit viel Wodka und einigen skurilen Leute.
Das Regiedebut von Anna Wojtyollo ist im Grunde wirklich als recht gelungen zu bezeichnen. Gerade die süsse Hauptdarstellerin Claudia Eisinger weiß absolut zu überzeugen mit ihren frechen Sprüchen und der Berliner Schnauze. Die restlichen polnischen Darsteller (es wird von diesen auch fast ausschließlich polnisch mit UTs gesprochen) sind ebenso über jeden Zweifel erhaben. Einzig gestört hat mich der Darsteller von Max, der viel zu hölzern wirkt. Dennoch haben wir hier ein liebevolles kleines Roadmovie, das mit einigen spassigen und skurilen Szenen aufwarten kann. Wirkliche Spannung kommt nicht auf, das ist aber auch nicht die Intention des Films. Vielmehr soll er eine politisch unkorrekte aber lustige Farce sein, die jedes Klischee erfüllt, was es über Polen so gibt. Obendrein kriegt man noch eine kleine Lovestory, die jedoch nicht so recht zünden mag. Das ist auch der Hauptkritikpunkt des Streifens, da zwischen den beiden nicht wirklich etwas passiert, ausser Andeutungen. Da wäre mehr auch mehr gewesen. Dennoch kann man die kleine, sympathische Reise nach Polen durchaus empfehlen.