Der Film erschien Anfang der 1980-er Jahre auf dem deutschen Videomarkt und wurde unter anderem auch unter dem Label "VMP" (Video Medien Pool) bei dem bundesweiten vertretenen Videoverleih "Telerent" angeboten. Ähnlichkeiten in Namen und Aussehen mit dem "echten" Bruce Lee waren aus Marketinggründen natürlich beabsichtigt, zumal bis in die achtziger Jahre Kung-Fu Filme aus Fernost nicht nur in Europa eine große Nachfrage verzeichneten. Damals sah ich den Film auf Video und kann heute nicht mehr beurteilen, ob es eine geschnittene Fassung war. Ich kann mich allerdings sehr gut an einen sehr flüssigen und spannenden Handlungsbogen erinnern, und der Hauptdarsteller meisterte seine (Double)- Rolle mit Charisma und Können überaus routiniert. Hinzu kam, dass der Schauspieler "Bruce Li" auch seinem berühmten Vorbild sehr ähnlich sah. Das Zusammenspiel von Musik, Schlaggeräuschen und realistisch in Szene gesetzten Kampfszenen überzeugte. Die Choreographie der Kämpfe war routiniert bis professionell und stellenweise derart krass brutal, dass wenig später eine Indizierung folgte. Gekämpft wurde mit Stöcken, Nunchakos und Messern. Das Agieren mit dem Nunchako als tödliche Waffe erinnerte beim Hauptdarsteller stark an den echten Bruce Lee, weil es sehr gut in Szene gesetzt war und sich in der Schnelligkeit an das berühmte Vorbild anlehnte. Während der echte Bruce Lee durch blitzschnelles "Austeilen" seiner Schlagtechnik verblüffte, wurde dies in der "Killerkralle" vom Hauptdarsteller zwar einen "Tick" langsamer, dafür aber wesentlich brutaler und insgesamt nachhaltiger zelebriert, was bedeutet, es wurde so lange draufgeschlagen, bis tatsächlich nichts mehr übrig blieb bzw. der Gegner ausgeschaltet war. Die Zweikämpfe des Hauptdarstellers überzeugten jedenfalls durchgehend. Mein Fazit: eines der besseren Bruce Lee-Imitate der Oberliga, wenn nicht vielleicht das Beste, auch für Fans des "echten" durchaus sehenswert.