Review

Ok, ok, ok - es ist ja scheinbar ein Amateur-Film... - aber, er will ja wie alle wohl, auch ein "Großer" sein, also werde ich ihn jetzt auch so behandeln...

Erzähler aus dem Off, mit einem solchen, in diesem Falle dem Super-Helden, der alles an "wissenswerter" Vorgeschichte erzählt, wartet auch dieser Film auf, mag ich normalerweise eigentlich. Doch das Gelaber hier nervt einfach nur. Und das liegt nicht nur am Nachhallen der Worte, sondern der Worte an sich. Gelaber.
(Ach so, sorry für mein ungestümes Hereinplatzen in dieses Review, aber dieses Movie ärgert mich)
Nochmal von vorne.
Eine Gruppe privilegierter Menschen soll nach dem 3. (?) Weltkrieg nach ausgebrochener Zombie-Seuche (Auslöser: böse B-Waffen - Experimente) in einen Schutzbunker geflogen werden. Das geht schief, das Flugzeug stürzt ab und nur wenige überleben den Unfall.
Da haben wir auf der einen Haben-Seite 2 junge Frauen, die sich im Absturz-Wald auf die Suche nach den anderen begeben und zeitweilig recht glimpflich vor den Zombies retten können. Auf der anderen Seite haben wir die Gattin des Präsis inkl. ihrer zweier Kinder (der Sohn fast so alt wie sie - wohl ein Stiefkind - mit einer mitreißenden Gehhilfe und die kleine Tochter) und den obligatorischen Super-Helden, der ja schon ach so viele Regierungsaufträge auf dem Buckel hat und dessen Hauptsorge dauernd nervig triefig aus dem Off betont (man kann da seine Gedanken hören...) ist, ob er auch alle beschützen kann.
Die letzteren retten sich zunächst in ein sehr sicheres zusammengestürztes Lagerhaus (?) und wundern sich, warum da plötzlich wer Unerwünschtes vorbeischaut. Dann geht das Wehren los und das Ansagen-Erteilen seitens Super-Held, der genauso schmierig daherkommt wie John Travolta in Pulp Fiction - was für ein Glück hat er doch, dass er dann auch noch John heißt.
Wie üblich, hört keiner auf ihn und jeder macht sein eigenes Ding. Das nervt und nervt und nervt - und bringt schlussendlich nur das, was eh von Anfang an klar ist - die anderen werden gezombiet.
Ja, und dann trifft Johnny auf das eine Mädel, das andere wurde auch gezombiet (seine Frau, wie sich rausstellt, die ja noch ach so artig im Fluggerät Händchen mit ihm hielt, also die hinne jetzt) - und dann wird sich erstmal verbarrikadiert in einem Hause.
Kleine Latte über Panorama-Fenster wirkt ja Wunder gegen Eindringlinge ...!
"Ich glaube, das Haus ist jetzt sicher!" sprachs, und schon stand der erste Zombie im Flur... Haha! Ist das jetzt kritisch in Richtung: hat alles eh keinen Sinn, was die da in anderen Filmen so machen? Oder war da einfach weder Verstand noch Geld für mehr Bretter vorhanden?

Irgendwann wurde dann auch die Bunkeranlage erreicht - verlassen war sie - und oberirdisch und lichtdurchlässig und überhaupt nach allen Seiten offen... "Ich glaube, wir sind jetzt sicher!" Haha...

Grmpf - bei so viel, ich mag es nicht aussprechen, nee, sorry, aber geht nicht. Ja, schicke Anlagen, aber Ziel verfehlt.
Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass der Herr John (also, Mr Super-Held, der ja wohl auch mitverantwortlich für den Film als solches ist)  mal was drehen wollte, wo er cool rauskommt - Rest egal.
Im dauernden Gegenlicht geblendete unscharfe Ansichten und ein Haufen geht - gar - nicht "Charaktere" mit einer absoluten Null-Handlung und nicht vorhandenen Einfällen (dadurch zeichnen sich Amateur-Filme ja wenigstens manchmal noch aus) - machen keinen guten Film - machen gar keinen Film.
Mein Fazit: ver***schen kann ich mich alleine, da schau ich lieber einige der gelungeren neueren Zombie-Vertreter an. Ansonsten, klar, Geschmacksache. Aber: erst schauen, dann kaufen.

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