Hierbei handelt es sich um einen bei den Fans lange ersehnten Amateurfilm aus den USA, welcher in der Tradition von Troma auftritt und schon früh damit warb, Hardcore-Szenen zu beinhalten. Im fertigen Produkt sind allerdings nur Schwanzprothesen und sonst nix zu sehen, soviel sei mal vorweg genommen.Ein Paar Spasten treffen sich abends in der Bowlingbahn, wo sie allerdings nicht spielen sondern eigentlich nur dumm daher reden und ab und an vögeln. Am aufregendsten wird das noch, als eine rivalisierende Truppe aus Vollpfosten auftritt und eine derbe Schlägerei entfacht. Soweit, so schlecht. Die Credits laufen und man weiss längst, dass man keinen brauchbaren Film zu erwarten hat. Und das sage ich als eingefleischter Troma-Fan! Die Sprüche sind nicht komisch, die Darsteller nicht nur schlecht, sondern fehlbesetzt und dann widerum nicht mutig genug, so übertrieben zu chargieren wie es bei den Filmen der genannten Firma der Fall ist.Lustvoll wird das alles erst, wenn eines der Mädels ellenlang im "I spit on your Grave"-Stil vergewaltigt wird, was für den Filmverlauf betrachtet wirklich unnötig deutlich dargestellt wird. Scheinbar wollten die Macher hier eher zum wichsen als zum gucken auffordern. Nun ja, so verdient sich der Film wenigstens seinen bösen Ruf. Dann geht das Karussell richtig los und ein albern aussehender Killer tritt auf, der diverse langweilige Sexspielchen mal mehr, mal weniger einfallsreich beendet. Dabei muss erwähnt werden, dass diverse Lobhudeleien, der Film sei auf Anhieb ein "Splatter-Klassiker" oder dergleichen, übertrieben sind, denn die Morde sind zwar hart, aber oft arg preiswert inszeniert, so dass der Streifen keinen Vergleich steht mit Sachen wie "Toxic Avenger", dennoch, es geht recht blutreich zur Sache. "Gore-Bauern", wie es inzwischen so schön überheblich in Magazinen wie "Deadline" heißt, werden schon auf ihre Kosten kommen. Was dem Film das Genick bricht, abgesehen von der recht eintönigen Inszenierung, ist die Absenz von Spannung. Es ist ein 08/15 Amateurslasher, welcher nur dadurch auffällt, dass der Sex sehr häufig und plakativ vorkommt und dass er aufgesetzt witzig wirken will, indem jede Tat mit Bowling in Verbindung gebracht wird. Leider haben die Macher vergessen, dass der Film "Beast You!" (der Originaltitel ist mir jetzt zu lang) dieses Sujet bereits wesentlich witziger abgehandelt wurde.Fazit: Insgesamt ein eher enttäuschender Film, bei dem eigentlich nur die Vermarktung gelungen ist.