Die beiden Highschool-Burschen Ricky und JT sind auf Action aus. Deswegen machen sie die letzten Stunden blau und schleichen sich auf das Grundstück einer stillgelegten und verfallenen Irrenanstalt. Im Keller des Gebäudetraktes machen die beiden eine schauerliche Entdeckung: die Leiche einer Jugendlichen, nackt, aufgebart, von einer Plane bedeckt und an Händen und Füßen mit dicken Gurten gefesselt. …Doch halt! Das Mädchen ist gar nicht tot! Obwohl es das allerdings sein müsste. Und wie es aussieht, lässt sie sich auch weder durch Genickbruch, noch mit dem Schießeisen ins Jenseits befördern. Etwas ratlos und unfähig die Situation einzuschätzen, beschließen die beiden Jungs – anstelle Polizei oder Krankenwagen zu rufen – das untote Mädchen zu ihrer Sex-Sklavin zu machen. Was ein Geheimnis bleiben sollte, macht schon bald an der Highschool die Runde…
…Hm, keine leichte Angelegenheit dieses Stück Film zu rezensieren.
Was jetzt wahrscheinlich für viele erstmal sehr befremdlich klingen dürfte, ist in der Tat genauso krank und herb, wie es sich auf den ersten Blick anhört. Gut, vor nekro-pornographischen Szenen bleibt man hier zum Glück verschont. Bleibt dennoch ein Rape&Fuck-Fest, das gewiss einigen gehörig auf den Magen schlagen dürfte.
Aber erstmal zu unserer fauligen Highschool-Matratze, der Schwanz hungrigen Frauenleiche: Ist die nun ein Zombie oder nicht? Was macht die in dem Keller? Und was soll der ganze Scheiß überhaupt??? – Antwort: Nun ja, nicht eindeutig zu sagen. Sie ist kein Zombie im klassischen Sinne, also nix Hunger auf Gehirne und so, kann aber ganz klar als solcher bezeichnet werden. Für eine Leiche ist sie ziemlich heiß, ein so heißes Gerät wie die Zombie-Lady aus „Return Of The Living Dead 3“ oder Jenna Jameson und ihre „Zombie Strippers“ ist die Braut aber nicht.
Das wirklich Krasse an DEADGIRL ist aber nicht nur die Tatsache, dass hier Sex mit einer mehr oder weniger lebendigen Person vollführt wird, sondern auch bzw. vor allem, dass dies gegen deren Willen geschieht. Das Mädchen ist nahezu den ganzen Film über gefesselt, wird geschlagen und aufs Übelste misshandelt, ergo: frauen- bzw. menschenverachtend bis zum Anschlag.
Was dann so richtig fies in die Magengrube drückt, ist die Gleichgültigkeit und die Kaltschnäuzigkeit mit der die Jugendlichen ihr Werk verrichten. Mit Phrasen wie „Was ist dein Problem?“ und „Was soll’s!?“ werden Mitgefühl beseitigt und Zweifler überstimmt. Da schwingt dann ähnlich viel versteckte Kritik mit, wie wenn Casper und Telly durch die Strassen New Yorks ziehen.
Ist DEADGIRL denn überhaupt ein Horrorfilm? – Vordergründig das Gewand eines überaus untypischen Zombiefilms tragend, geht es hier doch eigentlich um tiefschürfende Themen wie die Maßlosigkeit der Jugend, den Moralverlust der Moderne, Machtmissbrauch und die üblichen Probleme Heranwachsender wie z.B. sexuelle Frustration, Gedankenflucht, Kontaktängste und allumfassende Oberflächlichkeit – nur mal so ins Blaue interpretiert. Wer den Pubertätshorror „Teeth“ mit der bezahnten Mumu kennt, dürfte sich in etwa ein Bild machen können.
Klar, das Freischaufeln der Message (falls denn wirklich vorhanden) ist schon ganz schön mühselig. Rechtfertig sie den Einsatz solcher drastischer visueller Mittel? – Meiner Meinung nach: auf jeden Fall! Für den nächsten geselligen Filmabend ist DEADGIRL wegen seiner hart anstößigen Thematik aber nur bedingt zu empfehlen. Wenn, dann nur in sorgfältig ausgewählter Runde.
Splatter: (+)(-)(-)(-)(-)
Sex (erzwungen): (+)(+)(+)(-)(-)
Sick-O-Meter: (+)(+)(+)(+)(-)
„Wie geht’s unserem Loch so?“ – „Lustlos, aber es reicht.“
Fazit:
„Zombie-Rape-Fest“ goes Highschool-Außenseiter-Drama – Bitterböse, sehr schwarz, ziemlich verstörend und mit ganz viel schlechtem Bauchgefühl unterlegt.
Über gelungen oder nicht kann man sich streiten, aber zumindest sehr interessant.