Review

„Downdraft“ ist ein eher unterdurchschnittlicher B-Actionfilm, der an sich nur bekannte Formeln zitiert.
Mal wieder will das US Militär eine geheime Basis im Innern eines Berges ausräumen und endgültig schließen und mal wieder wird dies von fiesen Individuen ausgenutzt. Dieses mal ist es der Erschaffer der Anlage, ein gewisser LaGrange, der seinen Killercyborg auf die ausräumenden Soldaten hetzt und diese niederballern lässt, was immerhin in eine solide Ballerszene mündet, die aber nichts besonders ist.
Die Anlage wird abgeschottet und es ergeht die Androhung aus dem absolut gesicherten Bunker mit einer Atomwaffe zu feuern. Die Führungsriege ist mal wieder ratlos bis entsetzt und man entschließt sich einen Söldnertrupp in die Gefilde zu schicken. Der ausgewählte Anführer ist der ehemalige Offizier Jack (Vincent Spano), der in Militärhaft sitzt, und dem man neben Freiheit das Sorgerecht für seinen Sohn in Aussicht stellt. Auch hier heißt es mal wieder: Im Westen nichts neues, denn diese Art von Plot und Held kennt man zur Genüge.

Zusammen mit einem Team aus Freunden, mit denen Jack schon öfter zusammenarbeitete, und der Russin Alexa (Kate Vernon), die über die Anlage und LaGrange bescheid weiß, soll die Truppe den Komplex infiltrieren und die Computer ausschalten, welche den Atomschlag kontrollieren können. Das Team beginnt mit der Mission, doch es ergeben sich ungeahnte Hindernisse...
Die Story von „Downdraft“ ist relativ schwach, auch wenn es durchaus schlechtere Söldner-erleben-in-einem-Gebäudekomplex-die-Hölle-Verschnitte gibt. Allerdings kann keine der Wendungen so richtig überraschend und es ist dem etwas erfahrenen Seher bereits schnell klar, wer auf der Strecke bleibt und wer das Tageslicht wieder sehen darf. Ebenso vorhersehbar: Eventuelle Beziehungen im Team selbst. Zudem wirkt der Film etwas episodenhaft in dem Auftreten der verschiedenen Bedrohungen, so dass keine durchgängige Spannung produziert wird.
Doch Teile des Films kommen dann noch etwas spannender daher, wenn das Team durch die Gänge schleicht und man an diversen Ecken und Enden Gefahren vermutet. Dies wirkt dann meist auch bedrohlicher als Killercyborgs, Laserbarrieren und ähnliches hinderliches Gesocks, was den Weg der Helden kreuzt und die Truppe hin und wieder dezimiert. Die Handlung außerhalb des Komplexes hingegen ist wenig interessant. Innerhalb des Komplexes kann der Films jedoch zudem eine gewisse Atmosphäre aufbauen.

Die Actionszenen des Films bieten ein wenig Geballer, das alles in allem ordentlich inszeniert wurde, aber selten wirklich vom Hocker reißt. Die 18er Freigabe ist im Endeffekt alles andere als gerechtfertigt, denn Actionmenge und Härtegrad sind relativ gering. Die Effekte sind zwiespältig zu beurteilen. Der Killercyborg sieht überraschend gut aus, während viele Animationen total künstlich und schlecht wirken.
Vincent Spano ist als Held ganz ordentlich, wenn auch wenig charismatisch, weshalb man ihn recht schnell wieder vergisst. Kate Vernon ist mimisch durchaus OK, aber ihr wurde (zumindest in der deutschen Synchro) ein übertriebener Klischeeakzent verpasst. Die restlichen Darsteller gehen für einen B-Film auch halbwegs in Ordnung.

Wenig spektakulärer und nicht allzu actionreicher B-Actionfilm, der immerhin mit etwas Spannung und ganz netter Atmosphäre aufwarten kann.

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