Review

Recht interessanter und sehenswerte US-Version des Dracula Stoffes, die uns hier Regisseur Paul Landres bietet. Nach seinem sehr unterhaltsammen "Immer bei Anbruch der Nacht (1957)", versuchte er sich abermals im Genre des Phantastischen und hat mich wieder einmal überzeugt. Fast zur gleichen Zeit kam der Streifen mit "Horror of Dracula" aus den britischen Hammer Studios ins Kino. In Landres Version verschlägt es den Grafen Dracula in die USA in einem kleinen Örtchen in Kalifornien. Dort nistet er sich bei seiner Kusine Cora Mayberry (Greta Granstedt) und deren zwei Kinder Rachel und Mickey ein, die auf einem Verwandten aus Europa warten, den sie vor zig Jahren zuletzt gesehen haben und an dem man sich nicht mehr Erinnern können, wie er nun aussehen muss. Deshalb fällt es auch nicht auf, das er sich dort niederläßt. Doch nun passieren merkwürdige Dinge. Es gibt Todesfälle. Aber auch Dracula muss aufpassen, da Vampirjäger aus Europa ihn suchen und aufgespürt haben. Dracula selber versucht indes die junge Rachel auf die dunkle Seite zu locken.
Die Geschichte wird recht ruhig erzählt, hat aber auch einige Stimmungsvolle und Atmosphärisch gute Szenen zu bieten. Zwar verzichtet man hier beim Grafen Dracula darauf seine langen Beißerchen zu zeigen bzw wie er sie einsetzt, aber es gibt auch einige Blutige Szenen, wie zb. die Pfählung einer Vampirin, Der Film wurde ja in s/w gedreht, doch bei dieser kurzen Szene, wurde das Bild dann in Farbe gezeigt. Aber es gibt auch einen Angriff eines Hundes oder das Ende von Dracula selber in der Schlußszene. Ein wenig Action ist halt dann doch geboten. Die Darsteller können wirklich alle überzeugen. Francis Lederer als Dracula ist ganz ordentlich, auch wenn er nicht diese Aura wie ein Christopher Lee oder Bela Lugosi besitzt. Er stellt Dracula als ganz normalen Menschen da, ohne schwarzen Umhang wie man ihn kennt. Er versucht durch seine Mimik, die Macht von Dracula zu zeigen. Norma Eberhardt als Rachel Mayberry, hat hier die weibliche Hauptrolle. Sie sieht nicht nur gut aus, auch sie konnte überzeugen in ihrer Rolle. Ein unbekannter, aber doch sehr interessanter Dracula Film, den uns Regisseur Landres hier zeigt. Der Film lief nicht im deutschen Kino und hat auf DVD seine Premiere gefeiert. Zwar mögen ihn viele als langweilig ansehen, wegen der ruhigen Erzählweise, aber gerade das macht auch das besondere an diesen Film aus, da die ruhigen momente, sich mit spannernden Szenen abwechseln.

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