Review

Bang Boom Bang- Ein todsicheres Ding, gehört wohl zu den besten deutschen Komödien überhaupt und war der Auftakt zu Peter Thorwarths "Unna-Trillogie. Mit viel Liebe zum Detail (man achte nur mal auf die verschiedenen Nummernschilder) hat Thowarth mit seinem ersten, langen, Film einen absoluten Kulthit geschaffen. Schade, dass die beiden Nachfolger so mittelmäßig geworden sind.

Zur Story: Keek (Korittke) ein ewig bekiffter fauler Sack (erinnert ein wenig an den "Dude") hat ein Problem, sein Kumpel Kalle (Richter) mit dem er vor einigen Jahren eine Bank überfallen hat, ist aus dem Knast ausgebrochen und will jetzt seinen Anteil der Beute. Dumm nur, dass Keek die Kohle auf der Rennbahn verloren hat. Zusammen mit seinem Kumpel Andi (Knüfken) versucht er jetzt an Kohle zu kommen, doch der Einbruch bei Spediteur Kampman (Krebs) wird zum Fiasko und dann gibts auch schon die erste Leiche.

Die Story hält jede Menge Hammergags bereit, die von nächtlichen Fahrten mit einem Safe im Schlepptau, bis zu Porno im Knast schauen und darin die eigenen Freundin erkennen, reichen.Auch die schöne Ruhrpottmundart entlockt manchmal ein Grinsen, vor allem wenn Willi Thomczyk mit einer seiner Schimpftiraden startet.
Das einzige, was ein wenig stört, ist das irgendwie entäuschende Ende, welches ein wenig zu abgehackt erscheint.
Vielleicht finde ich es als Mann auch einfach nur doof, dass die Mädels am Ende einfach mit der Kohle abziehen.

Der Hauptpunkt für den Film ist die Besetzung, allen voran Ralf "Is der geil" Richter, in der Rolle seines Lebens. Immer wenn mal ein wenig Ruhe eingekehrt ist, erscheint der ewig schreiende Kalle und verprügelt oder überfährt irgendjemand.
Korittke, als Dauerkiffer, ist fast genauso gut und man wundert sich nicht, dass er danach nur noch Angebote für diesen Rollentyp bekommen haben soll.
Dieter Krebs, ausnahmsweise mal in einer ersten Rolle, in einem seiner letzten Filme, zeigt hier noch mal, dass die deutschen Fernseher ohne ihn um einiges ärmer geworden sind.
Erwähnenswert ist noch Martin Semmelrogge, als Schlucke, bei dem man nie weiß ob man jetzt Mitleid haben sollte oder ob man einfach nur ablachen soll.
Außerdem gibt es Cameos von Til Schweiger, Ingolf Lück und Ralle Herforth zu bewundern.

BBB ist Pflichtprogramm und ihn nicht gesehen zu haben schon fast eine Bildungslücke. Die top Besetzung und das geniale Drehbuch, machen diesen Film zu einem Erlebnis, das man nicht mehr so schnell vergisst.

8/10 Punkte

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