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Optisch hat die Adult-Swim-Serie einiges zu bieten: Viele Sequenzen wirken wie Metal-Albencover, die als aufwendig animierte Kurzfilme zum Leben erwacht sind, und strotzen nur so vor coolen nordischer Fantasy/Mythologie. Akustisch hingegen ist die Sache durchwachsen. Insbesondere bei Abstechern in andere, Rock-fremde Musikgenres wird es abenteuerlich. Und die Sprechstimmen und Sprachfehler unserer knuffigen Headbanger sind auch total albern und eine Beleidigung fürs Ohr. Zwiespältig ist nicht zuletzt auch die Darstellung typischer Metal-Fans und -Macher: Die Jungs von Dethklok sind total verpeilt und leben in ihrer eigenen kleinen Welt, die scheinbar nur Alk, Sex, Drogen, Orgien, laute Musik und Blut umfasst, aber ganz alltägliche Dinge wie der Einkauf im Supermarkt stellen eine Herausforderung für die Truppe dar. Ich kann aber verstehen, dass sich einige Metalheads und Cartoongucker hierfür begeistern konnten.