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HAREM will Autorenkino sein und uns zugleich in eine fremde, geheimnisvolle Welt entführen, wirkt aber mehr wie ein zahmer, verunglückter Edelerotikstreifen vor exotischer Kulisse und mit etlichen Längen. Wie es in einem echten orientalischen Harem zugeht und welches Leben die Frauen dort führen, das vermag der Film nicht einmal ansatzweise zu skizzieren. Auch die faszinierende Funktion der Eunuchen wird allenfalls ganz am Rande behandelt. Das Ganze ist so weltfremd, das es was von den verklärten, kitschigen Romantikgroschenromanen hat, in denen auch dauernd Frauen von aufdringlichen Bewunderern verschleppt und erobert werden. Nastassja Kinski und Ben Kingsley werden schauspielerisch kaum gefordert. Belächelte Filme wie dieser sind mit der Grund dafür, warum die Kinski, obwohl in Europa und den USA kultisch verehrt, nie in die A-Liga der Stars aufgestiegen ist.

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