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Im Jahre 2707 wird die Erde von 4 Großkonzernen regiert, die um die Vorherrschaft kämpfen. In den Wirren des Krieges erwacht ein längst vergessener Gegner: die Maschine, welche Menschen in Mutanten verwandelt.
Es gibt nur eine Möglichkeit, das Überleben der Menschheit zu sichern. Eine Truppe von todesmutigen Soldaten macht sich auf ins Innere der Erde, um die Maschine zu zerstören ...

Man wird schon skeptisch, wenn ein Film mit einer solchen Top-Besetzung keine Kinoauswertung bekommt. Hat man ihn dann geschaut, ist auch klar, warum "Mutant Chronicles" direkt auf DVD erschien.

"Mutant Chronicles" steht ganz im Zeichen der aktuellen Welle von Comic- und Videospiel-Verfilmungen. Regisseur Simon Hunter greift hier fast restlos auf die Greenscreen-Technik zurück. Das heißt, dass nahezu der komplette Film vor der grünen Leinwand gedreht wurde; ähnlich wie "Sin City" oder zuletzt "300". Die so entstandenen düsteren Bilder wirken unglaublich apokalyptisch und atmosphärisch. Zwar hat für perfekte Tricks scheinbar das große Geld gefehlt, doch das Setting ist mehr als ansehnlich geraten.
Inmitten zerstörter Städte und tristen Landschaften müssen Thomas Jane, Ron Perlman und Co. eine Reihe von blutigen und schnell geschnittenen Actionszenen meistern, die dem Genrefan gefallen dürften. Die Splattereffekte kommen dabei ebenfalls aus dem Rechner, wobei diese Entscheidung hier nicht unbedingt einen Minuspunkt darstellt. Schließlich passt das ganze CGI-Gekröse perfekt zum comicartigen Style des Films.

Wie eingangs erwähnt, hat man trotz epischer Bilder nie das Gefühl, gerade einen Kinofilm zu sehen. Denn auf der anderen Seite enttäuscht das eher langweilige Skript, das nicht mehr zu bieten hat als ständige Scharmützel mit den immer gleich aussehenden Mutanten, welche selbstverständlich die Gruppe unserer Helden nach und nach ausdünnen.

Optisch und actiontechnisch ansprechend, ist "Mutant Chronicles" dennoch ein kurzweiliger Comic geworden, der in Sachen Story und Ideenreichtum aber deutliche Schwächen aufzeigt und somit seinen Weg zurecht nicht in die Lichtspielhäuser gefunden hat.

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