Die getrennten siamesischen Zwillinge haben den Sturz aus dem ersten Teil überlebt und finden Zuflucht bei einer alten Dame, die Freaks ein Zuhause gibt, was neugierige Menschen auf den Plan ruft, denen die Freaks nicht friedlich gesinnt sind.
Acht Jahre nach seinem günstig abgefilmten, aber unterhaltsamen und nicht unathmosphärischen "Basket Case" schob Frank Henenlotter diese Fortsetzung nach. Leider erreicht der zweite Teil nicht annähernd die Qualität der Erstlings.
Die Geschichte beginnt dort, wo der erste Teil endete, nämlich beim Fenstersturz der Zwillinge Duane und Belial, nur sind sie halt nicht tot, wie man nach dem Werk von 1982 vermutete, sondern lediglich verletzt. Aus dem Krankenhaus nehmen sie dann in sehr klamottenhafter Weise Reißaus mit dem Klamottenwagen und werden von der alten Tante mit der grauen Perücke aufgelesen und in deren Freakzuflucht aufgenommen. Die Klatschpresse ist natürlich ganz heiß auf diesen Freaks und versucht der Dame, Duane und Belial auf die Pelle zu rücken, was für ein paar Einträge auf der Body Count Liste sorgt.
Spannend ist das Ganze nicht und die an sich dürftige Handlung wird mit teilweise sehr langatmigen Szenen und Dialogen auf übliche Spielfilmlänge gestreckt. Gut kommt allerdings der Konflikt von Duane rüber, der sich ganz von seinem Zwilling trennen und ein Leben ohne ihn führen möchte, was am Ende zu einer effektiven Schlusswendung führt.
Apropos effektiv, die Effekte sind diesmal sehr zahm ausgefallen. Während der erste Teil stellenweise eine dreckige Horrorfilmathmo schuf, ist der zweite Teil augenscheinlich nur auf Humor aus, was sich eben auch in den Effekten widerspiegelt. So hätte z.B der Dachbodenmord unter Fotoblitzlichtgewitter oder die Enttarnung der Freaks in der Bar sicher richtig schön stimmig ausfallen können, aber hier ist das Ganze nur klamaukig.
Genauso verhält es sich mit den Figuren und Masken der Freaks. Diese sind zwar äußerst abwechslungsreich (vom Froschmann über Panflötenzahnreihen bis hin zum Toxieverschnitt ist alles vertreten), aber halt absolut einfältig umgesetzt, nämlich hauptsächlich durch einfache Gesichtsmasken, die beim Karneval niemanden hinter dem Ofen hervorlocken würden.
Belials Erscheinung dagegen kann sich sehen lassen und hat eine Änderung gegenüber dem ersten Teil erfahren. So ist die Puppe vor allem in den Gesichtszügen wesentlich beweglicher und detailierter und an einigen Stellen wird er sogar von einem echten Darsteller mit Latexüberguss dargestellt, wie beispielsweise in der sehr merkwürdigen Szene, in der das Monster seinen Zwilling auslacht.
Nett ist dann noch die Idee mit der weiblichen Version von Belial, aus der leider nur wenig gemacht wurde und lediglich die Kopulationsszene hervorsticht.
Insgesamt ist "Basket Case 2" eine sehr alberne und stellenweise sehr zähe Angelegenheit, die die sowieso schon niedrige Erwartung an eine Fortsetzung zu einem gelungenen Film nicht erfüllen kann und lediglich einige Trashqualitäten aufweist.