Acht Jahre nach dem ersten Teil bekommen Duane und Belial wieder jede Menge Körbe und eine Fortsetzung spendiert. Immerhin konnten zwei der ursprunglichen Darsteller wiedergewonnen werden und auch die Klumppuppe wurde technisch ordentlich aufgepeppt, die Stop Motion Bewegung aus Teil 1 wurde gänzlich gestrichen und auch die Mimik ist variabler geworden.
Inhalt: Obwohl die beiden ungleichen Zwillinge bereits von der Polizei mit den Morden aus dem Vorgängerfilm in Verbindung gebracht werden, können sie, immer noch verletzt, aus dem Krankenhaus spazieren ohne durch etwaige Sicherheitsmaßnahmen minimalst behindert zu werden (souveräne Polizeiarbeit zweifellos). Sie kommen bei Granny Ruth unter, die bereits eine Reihe weiterer mißglückter Designstudien der Natur beherbergt. Alles könnte happy sein, gäbe es nicht neugierige Reporter, die die Idylle der Freakshow-Family stören und deren Bewohner zum Widerstand zwingen.
Teil zwei der Basket Case Trilogie nimmt einen deutlichen Schritt weg vom Horror hin zur Komödie. Der Blutgehalt ist sehr gering, FSK 16 wäre hier mehr als ausreichend. Der Film lebt mehr von seiner Vielzahl an Mißgestalteten Kreaturen, deren Design aber eher auf Lacher gestaltet wurde. Diese Gruppe lebt zufrieden in ihrer eigenen Welt, bis die bösen Menschen aus Profitgier versuchen in deren Refugium einzudringen. Für das vielfältige Aussehen der ca. 15 bis 20 Freaks dürften die Maskenbildner ein erkleckliches Sümmchen an Überstunden zusammengekleistert haben. Die Masken sind größtenteils sehr gelungen, kein Vergleich zum klobigen Gummihaufen des Vorgängers.
Insgesamt ist der Film etwas schwächer als Part one, weist doch die eine oder andere Länge im Verlauf der 85 Minuten Laufzeit auf. Die Schauspieler bekleckern sich ebenfalls wieder nicht gerade mit Ruhm, sind aber erträglich. Trotzdem bleibt der skurile Charme und Trashgehalt auch im zweiten Teil erhalten, wer seinen Vorgängere mochte kann hier ebenfalls bedenkenlos zugreifen.
5.5/10