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Mit Trailerpark of Terror zeigte das Fantasy Filmfest als Alternative zum offiziellen Abschlussfilm "The Chaser" eine echte Trash-Perle - auschließlich in Berlin und nur diese eine Vorführung. Mitarbeiter des FFF teilten mit, die Verleih-Firma habe gebeten, den Film doch nicht zu zeigen - möglicherweise aus Angst vor schlechten Kritiken, wurde mit Blick auf den nicht so gut angenommenen "Lady Blood" gemutmaßt. Beide wurden in noch nicht fertiggestellten Fassungen gezeigt: "Trailerpark of Terror" wurde von einer Digi-Beta via Beamer projeziert, da noch kein 35mm-Filmmaterial zur Verfügung stand und die Kopie wies auch noch mehrere Male während des Films auftretende Kurzeinblendungen des Copyright-Vermerks mit "for screening purpose only"-Hinweis im unteren Bildrand auf. So weit zu den Rahmenbedingungen - der Film selbst hat für die Unannehmlichkeiten mehr als entschädigt! Es ist wirklich schade, dass er in den anderen Städten aus dem Programm genommen wurde!

"Trailerpark of Terror" weist eigentlich alles auf, was einen guten Trash-Film ausmacht: eine simple, aber effektive Story, massig handgemachte Gore- und Splatter-Effekte (jawohl: kein ärgerliches CGI-Blut, sondern mit Flüssigkeiten wurde am Set hantiert), krude Folter- & Tötungsideen, One-Liner hier und da, kultige Antagonisten-Charaktere, großenteils austauschbare Opfer-Figuren und mordsmäßiger Spaßfaktor ohne in Comedy oder gar Slapstick-Gefilde zu entgleiten. Am Ende kam dann sogar noch ein Überraschungsfaktor für mich hinzu - ich hatte nach bis dahin recht vorhersehbarer Storyentwicklung mit einem anderen Ende gerechnet. Auf dieses will ich aber natürlich nicht weiter eingehen... ;)

"Trailerpark of Terror" ist ein waschechter Party-Film! Wein, Weiber und Ge...schrei!
Klasse Rausschmeißer-Abschluss des 22. Fantasy Filmfests! Aber leider nur in Berlin...

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