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Eine von einem Pastor in Zivil geleitete Gruppe jugendlicher Problemfälle fährt zu therapeutischen Zwecken runter in den Süden der USA. Auf der Strecke haben sie eine Panne und suchen, in der Hoffnung ein funktionierendes Telefon zu finden, einen ausgeschilderten Trailer Park auf. Dieser entpuppt sich aber schnell als Hölle auf Erden…

Für alle die es nicht wissen: Bei einem Trailer Park handelt es sich schlicht und ergreifend um eine Wohnwagensiedlung. In diesen wohnen dann dem Klischee zufolge alkoholkranke Trucker, pädophile Automechaniker, Inzucht treibende Hinterwäldler und Crack süchtige Nutten am Rande der Verwahrlosung und des Existenzminimums.
In „Trailer Park Of Terror“ geht’s aber nicht nur um mordende Rednecks, sondern vielmehr um
-untote- mordende Zombie-Rednecks. Warum untot? – Pfft, egal! Wer will das denn wissen!? Hört mal bitte auf immer so blöde Fragen zu stellen!...
Storymäßig ist der „Trailer Park“, im Gegensatz zu den auftretenden Darstellerinnen, also ziemlich flachbrüstig unterwegs. Löchrig wie Pennersocken und fast schon übertrieben sinnlos, so dass man die Handlung beinahe als einen Haufen Kojotenscheiße bezeichnen könnte. Zwar nahe an „Haus der 1000 Leichen“, „Devil’s Rejects“ oder „2000 Maniacs“ angesiedelt, inhaltlich sind die Originale jedoch in weiter, weiter Ferne.

Was den Karren aus dem Dreck zieht, sind das Moder-Make-Up und die fleischigen Masken der halbverwesten Wohnwagenbewohner. Ich sag nur soviel: Tom Savini hätte es kaum besser hinbekommen. „Return Of The Living Dead“ lässt grüßen! Diese und das läppisch-ordinäre Auftreten der Trailer Park-Gemeinde, die sich nie um einen flapsigen Spruch oder ein Schimpfwort am Ende des Satzes zu schade ist, sorgen durchaus für Spaß.
Auch die FX können sich mehr als nur sehen lassen. Köpfe werden abgerissen, es wird gehäutet und bei lebendigem Leibe frittiert… Alles mit viel Liebe aus Latex gezaubert, dürfte der Film Freunden der alten Schule das vertrocknete Herz in die Hose rutschen lassen.

„Ich will dein Fleisch, Burschi!“

Fazit:
Latzhosen-tragende Hillbillies irgendwo zwischen Zombies und Dämonen, die mit ordentlich Wortwitz und Kautabak ins Manöver ziehen – dem gegenüber eine löchrige Handlung am Rande der Unsichtbarkeit.
Effektfreudiger Oldschool-Horror, der von besseren Zeiten träumen macht. Wäre die Story nur ein klitzekleines Bisschen weniger sinnlos, nebensächlich und unspannend, es wäre ein sehenswerter Streifen.

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