Inhalt:
China, nach der bürgerlichen Revolution. Meng (Meng Yuen-Man) ist ein etwas einfältiger, ungestümer junger Mann. Er wird von seinem Sifu Wu Ying (Wong Wing) in KungFu unterrichtet, und ist ein durchaus talentierter Fighter. Schwerpunkt der Ausbildung ist die chinesische Form des Bojutsu, des Kampfes mit dem Stab.
Sein Sifu wird bedrängt, Chi Fong (Kuan Feng aka Kwan Fung), der "Crouching Eagle", ist hinter einem Kampf-Stab her, der ein Geheimnis in sich trägt. Wu Ying wird in die Festung von Chi Fong verschleppt.
Meng will seinen Sifu befreien, auf seinem Weg gilt es Kämpfe und Gefahren zu überstehen, dabei wird ihm der bärbeißig-tumbe, aber gutherzige Bing (Chun Wong) zu einem Kumpel und Gefährten. Sie können sich als Gefangene in die Festung einschleusen und Wu Ying, der im Folter-Keller der Festung festgehalten wird, erreichen.
Von Wu Ying erfahren Meng und Bing wo sich im Haus des Sifu der ominöse Kampf-Stab befindet, sie sollen diesen, wenn sie ihn in die Hand bekommen Mengs Onkel Hsing im Kloster der Shaolin übergeben. Wu Ying will Chi Fong zum Stab führen, sich dabei befreien, kommt er im Kampf zu Tode. Meng und Bing können indes entweichen und im Haus von Wu Ying den Stab bergen.
Bing bringt den Stab an sich und will damit stiften gehen. Doch wird ihm von der Frau (Helen Poon) von Chi Fong eine Falle gestellt, und der Stab gerät somit in die Gewalt von Chi Fong.
Meng und Bing wollen im Kloster der Shaolin Meng´s Onkel erreichen. Hsing (Chiang Cheng) übernimmt die Ausbildung von Meng und Bing in KungFu, als diese zu Novizen des Klosters werden. Alles um Chi Fong zum Kampf zu stellen und Wu Yings Tod zu rächen.
In der Festung Chi Fongs kommt es zum Show-Down, zum blutigen Kampf auf Leben oder Tod.
Kritik:
"The Fighting Fool" ("Vier Fäuste wie ein Donnerschlag") ist eine von Patrick Yuen für die Studios der Shaw Brothers eingangs der 1980er Jahre dirigierte, typische KungFu-Klamotte im Fahrwasser der Erfolge Jackie Chans 1978, mit mätzchenhafter Comedy und aber auch fantastisch-famoser KungFu-Fightaction im gewohnt erstklassigen Setting der Shaw-Studios.
In hell-klaren Bildern, den Super-Sets der Shaw Brothers mit ihren luxuriös-gepflegten Kulissen, die einmal mehr eine starke Eastern-Atmosphäre bieten, wird eine doch ziemlich hanebüchene und dünne Story um einen Kampf-Stab in Szene gesetzt, dessen so ominöses Geheimnis schließlich so profan ist wie der Plot um diesen selbst. Dazu kommt dann die leider wieder dumm-alberne Comedy die auch diese 80er-Klamotte Run Run Shaw´s durchzieht, und teilweise schwer erträglich macht. Doch Setting und die agil-dynamische und rasante KungFu-Action reißen die Sache mal wieder raus.
Der Story kann man gut folgen, Rache ist einmal mehr die Motivation für die Helden, manch Schlenker ist fast zu viel, doch läuft sich alles in den zu erwartenden Super-Showdown zurecht. Und wieder sorgt ein hart-grimmiger Villain für die dringend nötige Ernsthaftigkeit, die das dusselige Mätzchen-Duo zu Disziplin und Kampfausbildung zwingt. Also alles typisch, und die gewohnten Standards erfreuen die Fans des Genres und des Studios. Dass "The Fighting Fool" keine hohe Kunst und nicht der Eastern-Weisheit letzter Schluss ist, ist klar und sollte keiner erwartet haben.
Die beiden ziemlich unbekannten Darsteller Meng Yuen-Man als schlacksig-naiver "Jackie Chan"-Verschnitt und Chun Wong als dicklich-tumber aber gutherziger Side-Kick, bilden das Buddie-Duo, welches vom Mätzchen- in einen disziplinierteren Modus wechseln muss. Sie spielen das genre-typisch, und bilden das wieder äußerlich sich sehr unterscheidende Gespann. Die alberne Comedy muss man versuchen zu vernachlässigen, die beiden agieren aber mit sichtlicher Spielfreude.
Kuan Feng (aka Kwan Fung) ist der dringend benötigte ernsthaft-böse Gegenpol, der als grimmig-brutaler Schurke für die Umwandlung vom Comedy-Eastern zum KungFu-Actioner sorgt. Er macht das soweit solide, und ist natürlich am Ende ein harter, schwerer Gegner.
Helen Poon hat die weibliche Rolle, die aber nicht sehr gehaltvoll ist. Anders bei Chiang Cheng, der als Onkel des Helden "Meng" und Mönch im Tempel der Shaolin eine gewichtige Figur im Rollen-Spektrum dieses Eastern ist. Denn seine Figur verlagert das nötige Training für die beiden Helden in das atmosphärische Shaolin-Kloster..., sowas ist -gerade in einem Film der Shaw Brothers, weil hier ein Hauch von "The 36th Chamber of Shaolin" ("Die 36 Todeskammern der Shaolin", siehe mein Review auf dieser Webseite) aufkommt- ja immer wieder gerne gesehen. Und es sind -neben dem Endfight- die besten Szenen in diesem Streifen! Chiang Cheng spielt das zudem angenehm unterkühlt-sachlich, bringt so die beiden Mätzchen-Helden fast schon subtil zur Räsong.
Die KungFu-Action ist zum Ende hin -die letzten 20 Minuten dreht sich alles eh nur noch um Ausbildung und Fightaction- immer stärker, rasant-dynamische KungFu-Action. Und es geht auch um den chinesischen Stockkampf, Bojutsu auf chinesisch, was mal Abwechselung ins Kampfgeschehen brachte. Leider ist der Showdown aber zweigeteilt, der weniger überzeugende Endfight von Chun Wong gegen zwei noch eingebaute "indische Kämpfer", viel besser ist das Duell Kuan Feng vs. Meng Yuen-Man, mit illustrer, interessanter Bewaffnung, so kommt ein Kampf-Ring zum Einsatz, und dies entscheidend.
"The Fighting Fool", ein typischer Comedy-Eastern der Shaw Brothers eingangs der 1980er Jahre, mit Schwächen und Stärken, insgesamt den eingefleischten Fan des Genres und des Studios passabel unterhaltend.
6,5/10.