Review

So, jetzt geht es so richtig gen Bodensatz. „Bloodsport: The Dark Kumite” ist grundsätzlich die reinste Titelverarsche und ein hundsmiserables Stück Film, das mit den Vorgängern nichts mehr zu tun hat und in die ewige Verdammnis gehört. Daniel Bernhardt („Bloodsport 2“, „True Vengeance“) hat sich hierfür wohl auch nur erneut ans Set zerren lassen, weil ihm eine Rolle für Ehefrau Lisa Stothard in Aussicht gestellt wurde.

Der vierte Teil ist im Grunde eine Mischung aus den beiden Van Damme-Kloppern „Death Warrant“ und „In Hell“. Schon die beiden gehören nicht zur Creme de la Creme des Genres, aber was Regisseur Elvis Restaino hier nun fabriziert, trotzt jeder Beschreibung.

Ganz offensichtlich in billigen Ostblockkulissen heruntergekurbelt (Man ging mit dem Trend...), entpuppt sich der Film schon nach wenigen Minuten als filmische Inkompetenz der besonders verdrießlichen Sorte. Bernhardt heißt jetzt John Keller und muss feststellen, dass der von ihm mal eingebuchtete Schrek (Profikämpfer Stefanos Miltsakakis, gern in Nebenrollen bei Van Damme (5x)) wieder auf freiem Fuß ist, obwohl er offiziell hingerichtet wurde. Von der Neugier gepackt zieht es ihn undercover in seinen Knast, um festzustellen, was da im Argen liegt.

Man mag sich gar nicht so sehr über die unzähligen Klischees und die talentfreien, größtenteils osteuropäischen Darsteller aufregen, aber die äußerst karge Ausstattung, die wenigen und äußerst lahmen Kämpfe geben keinen Funken Unterhaltung her. Wenn nun mal kein ausreichendes Budget vorhanden ist, soll man solche Filme doch lieber lassen. Das bewies die Vergangenheit zu genüge.

Nur was die Macher dann geritten hat, am Ende die große Trashkeule auszupacken und das Kumite, welches eigentlich gar keins ist, als eine Show für einen tuntigen Kostümball aufzuziehen, möchte ich ganz ehrlich schon mal wissen. Angesichts dieser völlig bedepperten Idee, die jene surreal übermütig anmutenden, vorangegangenen Szenen noch um ein Vielfaches toppen, kann man nur noch zur hier mal wieder liebgewonnenen Vorspultaste greifen, um dem Grauen ein Ende zu bereiten.

Um noch etwas deutlicher zu werden: John geht in den Knast, um zu schauen, was dort nicht stimmt, lernt die üblichen Klischeecharaktere (Freund und Feind) kennen, darf sich ein wenig Respekt verschaffen und wird dann zu einem Turnier für irgendwelche degenerierten Hupfdohlen verschleppt. Örks...


Fazit:
Die Unterhaltung tendiert hier zweifellos gegen Null, denn diesem Rotz konnte ich gar nichts abgewinnen. Die Fights mögen noch ganz ok aussehen, aber diese Geschichte ist so was von schwachsinnig und die Ausstattung so was von billig, dass man nur abraten kann. Immerhin wurde die Franchise hiermit dann endgültig zu Grabe getragen.

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