Review

So schlecht, daß es schon wieder gut ist

Die Handlung strotzt nur so von Klischees. Schwerverbrecher werden aus dem Knast entführt, um sich zum Gaudium des dekadenten Publikums Kämpfe auf Leben und Tod zu liefern - kennen wird das nicht irgendwoher?

Aber sei's drum, die Knast-Kämpfe sind schön rustikal und passen zum Drehbuch. Warum sollte ein Massenmörder auch auf einmal zum Kampfkunst-Philosophen werden?

Was den Film dann aus der Masse ähnlicher Werke hervorhebt, ist der Versuch, sich in surrealer cineastischer Ästhetik zu produzieren. Mit Fisheye-Objektiv verzerrter Veranstalter, der sich als wiedergeborener Antik-Römer sieht. Fetter Heldentenor, der mit kleinem Mädchen-Clown ein Duett singt. Rokoko-Perücken-Mädels, die den Kämpfer anhimmeln - das ist so ambitioniert und so mißlungen, daß es nicht mehr besser/schlimmer geht.

So irrsinnig der Film auch sein mag, er hat's versucht und ist gescheitert und das ist einfach lustig anzusehen.

Ich habe es jedenfalls nicht bereut, daß ich Zeit und Geld für die DVD geopfert habe.

PS: Die zensierte FSK-Version kann man sich natürlich sparen.

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