Der Polizist John Keller trifft auf einen Gangster, der eigentlich hätte hingerichtet werden sollen. Er kann ihn stellen, muss aber selbst ins Gefängnis. Dort findet er schnell heraus, dass viele der Gefangenen, die zum Tode verurteilt werden, in Wahrheit verschont werden und in einem geheimen Turnier teilnehmen dürfen. Und auch John muss dort mitmachen, schneller als ihm lieb ist trifft er auf alte „Bekannte“.
Mit dem Star aus Matrix Reloaded schreit uns das Cover des letzten Teils entgegen, was noch selten ein gutes Zeichen war. Zumindest war der Schweizer Daniel Bernhardt dort tatsächlich ein paar Sekunden zu sehen, aber hier wollte man wohl damit von der schlechten Qualität des Films ablenken, leider vergeblich.
Ich glaube eigentlich sogar das Dark Kumite überhaupt als Sequel der Bloodsport Reihe vorgesehen war, sondern lediglich zufällig denselben Hauptdarsteller hatte und am Ende auch so etwas wie ein Kumite stattfindet. Vielmehr scheint es ein eigentlich eigenständiger Klopper zu sein, der einfach nur billig in Bulgarien runtergerödelt wurde und die findigen Vermarkter es einfach an das Bloodsport Franchise anhängten. Warum sollte sonst der Held hier statt Alex Corda nun John Keller heißen und inhaltlich hat Teil vier mit den Vorgängerzeiten absolut nada zu tun.
Inhaltlich bietet die Story auch nur den üblichen alten Wein in neuen Schläuchen. Die Mär das sich ein Cop undercover in einen Knast einweisen läßt kennt man schon seit den 50er Jahren, nur das hier am Ende eben noch ein wenig Kampfsport betrieben wird. Bis es soweit ist muß man sich aber erst einmal durch die Klischee Figuren kämpfen, die hier aufgefahren werden. Allein seine verliebte Cop Partnerin oder der Warden und sein Oberaufseher triefen nur so aufgedrücktem Stereotypismus, sind allerdings noch Lämmer gegen gegen den Größenwahn-Gockel von Organisator, der direkt einem Comic Heft entstiegen zu sein schien.
Das Kumite selbst entpuppt sich dann als recht lasche Nummer mit gerade mal acht Kämpfern, von denen aber gerade mal drei Leute diesen Namen verdienen. Warum allerdings die Besucher mit Rokoko-Hemdchen auflaufen und der schmierige Betreiber einen auf altes Rom macht, inklusive Heil Cäsar Begrüßung (gut er heißt wirklich so, Glück für die deutsche Synchro das er nicht Hitler hieß), muß man aber wohl nicht verstehen. Eigentlich bleibt auch nur der Finalkampf zwischen Keller und Schrek in Erinnerung, denn im Gegensatz zum Vorgänger hat dieser wenigstens wirklich was drauf und auch so etwas wie Charisma, auch wenn er bei dem Namen weder grün noch ein Oger ist.
Wirklich überzeugend ist das alles nicht, die Fights sind durchschnittlich, die Story hanebüchen und die Logik Nonexistent. Oder kann man in den USA als Knastdirektor Hinrichtungen willkürlich verschieben, haufenweise Gefangene verschwinden lassen, den Hinterbliebenen keine sterblichen Überreste präsentieren und Gefangene nach Gutdünken von a nach b verlegen, ohne das eine übergeordnete Behörde zumindest den leisesten Wind davon bekommt. Dazu noch die schon peinlich lächerliche Ermittlungsarbeit seiner Kollegin die im Alleingang den supergeheimen Turnierort herausfindet. Nee, dark Kumite ist dämlich und ein unwürdiger Abschluß der Bloodsport Filme. Schade um die wirklich guten Moves von Daniel Bernhardt.
4/10