„Deutscher Filmklassiker“, daher eine gewisse Notwendigkeit jenen mal auf die persönliche Probe zu stellen, vielleicht ist das doch nicht so schlimm mit dem hiesigen Kino. Klassiker, das entsteht natürlich durch Zeit, aber im Wesentlichen durch Qualität. Naja, oder zumindest eine besondere Komponente. Die kann ich dem bewegten Mann nicht absprechen und ich war grundlegend gewillt dem Medium eine Chance zu geben. Der Beginn war durchaus ansprechend, charmant, frisch, frech, von einer ansprechenden Besetzung betreffend die bewussten Stereotypen tadellos getragen. Irgendwann kommt jedoch jegliche Ernsthaftigkeit abhanden und der Zuschauer befindet sich in einem nicht mehr greifbaren Slapstickfeuerwerk mit mäßiger Trefferquote. Auch schleicht sich der Eindruck eines unfertigen Drehbuches ein, aus so etwas wie einer Handlung wird ein wildes Puzzle aus wenig nachvollziehbaren Clips, es fehlt ein Ziel, geschweige denn eines Plans wie es dort hin geht. Der Unterton bezüglich Frauen allgemein und normalen / heterosexuellen Beziehungen ist mehr als bedenklich, nicht erst seit heute. Vermutlich mit Augenzwinkern zu sehen, aber deutlich ein Produkt der schwulen Comicvorlage. Irgendwie fühlt sich alles wie ein Ausgangspunkt an. Ausgangspunkt für eine mittlerweile legendäre Art Filme zu machen, wobei „legendär“ nicht immer gut sein muss. Dann nenne ich es lieber berüchtigt. Hier hat das heute vielleicht begonnen. Vom sperrigen Autorenfilm zum banalen Kommerzkino, halb Komödie, halb Drama, seicht und glatt poliert, immer mit den gleichen Themen, Schauspielern und Randgruppenhypes. Dafür nicht Danke!