Der raue Hitzkopf Jake zieht in das sonnige Florida und will endlich einen Schlussstrich machen. Doch das Reich der knappen Bikinis und der knackigen Hintern birgt ein wohl gehütetes Geheimnis. Der einzige Weg, wie man sich im Imperium der Sonne Respekt verschaffen kann, ist der Kampf im Ring. Auf der neuen Highschool veranstalten sie im Verborgenen Schlägereien, um zu sehen, wer der Beste ist. Jake versucht zunächst diese Gewalt zu ignorieren, jedoch wühlen seine Gegenspieler in der dunklen Vergangenheit des Raufbolds und fanden böse Details. Der Neuling hatte bei dem tödlichen Autounfall mit seinem Vater Schuld. Mit dem Wissen den Friedlichen mit dieser Information in einen rasenden Wahnsinnigen zu verwandeln, beginnt nun die richtige Prügelei um die verdiente Ehre.
The Fighters kann man wohl am besten als Undisputed mit College Kids umschreiben. Von laufenden Muskelbergen kann man bei den eher schmalbrüstigen Jugendlichen sicher nicht sprechen. Dennoch kann man den Beteiligten sicher einiges an Training oder wenigstens Talent zugestehen, denn das sieht schon stellenweise recht ordentlich aus, was flinke Moves angeht. Speziell der nominelle Bösewicht Cam Gigandet strahlt dazu noch eine richtig böse Präsenz aus, da könnte mal wieder frisches Blut im Kloppergenre heranwachsen.
Ansonsten hält sich aber Fighters an die üblichen Gepflogenheiten. Alle wesentlichen Beteiligten bekommen einen dramtischen Background verpaßt, an dem sie rumknabbern dürfen (Held ist Schuld das sich Daddy besoffen zu Tode gefahren hat, der böse steht unterstarkem Erfolgsdruck ebenfalls seines Vaters, der weise Coach hat sogar ganz zu Daddy den Kontakt verloren, bin zwar kein Psycologe, aber der Film ist stark vaterkomplexlastig). Dazu gibts noch die übliche Love Story und die obligatorische lange Trainingssequenz, man kennt das ja.
In Sachen Action hält man sich ebenfalls recht bedeckt. Die wenigen Kämpfe sind sehr kurz geraten und lediglich im finalen Beat down kommt so etwas wie Martial Arts Feeling auf. Immerhin findet man noch ein versöhnliches Ende, wenn auch hart an der Klischeegrenze. Trotz allem hinterläßt the Fighters einen einigermaßen positiven Eindruck, wenn man sich erstmal an die jungen Gesichter geöhnt hat. Djimon Hounsou gibt eine gute Vostellung als Coach Marke harter Hund ab. Nur die Love Story findet eher neben der Spur statt, ist aber eigentlich immer so, schließlich will man hier Mixed Martial Arts sehen und keine schmachtenden Kiddies.
6/10