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In "The Big Red One" verarbeitete Regisseur Sam Fuller seine eigenen Erfahrungen während des 2. Weltkriegs. Eine Truppe von insgesamt 5 Männern erlebt den Krieg in Afrika und Europa jeweils auf ihre Art. Der Streifen verschwand lange in der Versenkung und wurde 1997 restauriert. Der nur sehr geringe Bekanntheitsgrad lässt sich u.a. damit erklären, dass Fuller seine Protagonisten - ob beabsichtigt oder nicht - nur wenig sympathisch auf das Publikum wirken lässt. Die heftigen Zeitsprünge zwischen den diversen Einsätze tragen zusätzlich dazu bei, dass die Atmosphäre fast gänzlich auf der Strecke bleibt. Nur schwer lässt sich zu den einzelnen Darstellern eine Beziehung aufbauen. Sie sind verroht und gehen mit den Ersatzkräften, den "Greenhorns" nicht gerade zimperlich um. Bindungen werden vermieden und Namen sind sowieso nur gut für Grabsteine. Versetzt man sich aber in die Lage der jungen, neu zur Truppe gekommenen Soldaten, wäre jeder wohl froh, ein wenig mehr Menschlichkeit vorzufinden. Aber der Krieg lässt Gefühle eben nicht zu. Vergleicht man den Streifen mit dem Jahre später entstandenen "Private James Ryan" muss man zwangsläufig zu dem Ergebnis kommen, dass "The Big Red One" zwar nicht überflüssig aber auch nicht gerade in positivem Sinne ansprechend ist. Einmal gesehen reicht.

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