4
Guter Stoff, mäßige Umsetzung. Was ist hier nur mit Sir Ian McKellen los? Er schlafwandelt förmlich durch die meisten seiner Szenen und offenbart als alter Naziverbrecher nicht im Entferntesten die gleiche Energie wie kurz darauf als verbittertes Nazi-Opfer Magneto. Auch Brad Renfro scheint nicht unbedingt die beste Besetzung für seinen Part zu sein. Bis auf den einen fast schon legendären Moment, in dem McKellen in voller Uniform im zackigen Schritt marschiert, sind da kaum Augenblicke vorhanden, die bedrohlich oder auch nur unterschwellig aufwühlend rüberkommen - und das bei dem Topic! Vermutlich hat die Kurzgeschichte von Stephen King als Vorlage auch nicht so viel hergegeben, um sie als Spielfilm mit knapp 2 Stunden Laufzeit breit zu walzen. Show, don't tell: Der Film versagt auch, weil zu vieles nur verbal geschildert wird, was mich z.B. - ganz ähnlich - hierzulande schon beim Serienmörderthriller DER TOTMACHER störte.
5
Schwachbrüstige Version der hammerharten Stephen-King-Novelle, die die an sich originelle Geschichte viel zu unkoordiniert widergibt. Da dem Drehbuch die nötige Tiefe fehlt, bleiben beide Hauptcharaktere erschreckend eindimensional, so dass "Der Musterschüler" letztlich nur unwesentlich besser ist als die Masse an handelsüblichen TV-Thrillern.
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Leider wird Stephen King's Story "Der Müsterschüler" aus dem Buch "Die vier Jahreszeiten" nicht konsequent umgesetzt! Die Geschichte über die Faszination des Bösen, hat zwar einige gelungene Momente, die aber durch das kitschige Ende nicht Überzeugen können! Schade das man sich nicht traute das Ende aus dem Roman zu verfilmen!