Mitch McDeere hat gerade sein Jurastudium an der Harvard University hinter sich und bekommt zahlreiche Jobangebote. Er entscheidet sich für eine Anwaltskanzlei in Memphis. Erst später erfährt er, dass es dort in der Vergangenheit mysteriöse Mordfälle gab. Das FBI teilt ihm schließlich mit, dass die Kanzlei Verbindungen zur Mafia hat und will ihn als Maulwurf benutzen. Mitch lässt sich auf das Spiel ein und gerät schon bald zwischen die Fronten.
Stell dir vor du bist ein aufstrebender Harvard Jurastudent, alle Firmen überschlagen sich mit Jobangebote und diejenige bei der du anfängst ist in Mafiakreisen verstrickt und entläßt ausscheidende Mitarbeiter nur im Body Bag. Vor dieser Situation steht der junge Mitch, der einen neuen Job antritt, neues Auto, Haus und top Gehalt schmecken ihm gut, alles scheint einfach perfekt zu sein, doch mit der Zeit verdichten sich die Zeichen das der neue Arbeitgeber nicht ganz koscher zu sein scheint und mehr als nur am Gesetz vorbeiarbeitet.
Nachdem er nach der ersten Euphorie hinter die Fassade der anscheinend familiären Kanzlei geblickt hat, stellt sich das moralische Dilemma, seinem Gewissen und dem geleisteten Eid folgen oder das süße Leben und ein schlechtes Gewissen anzustreben. Spätestens als das FBI anklopft und ihn als Maulwurf verpflichten will, muß eine Entscheidung her.
Am Titel kann man schon erkennen, das die Vorlage von John Gisham stammt und der Film spielt sich auch wie die meisten seiner Romanvorlagen. Tempo und Action ist nicht gefragt, sondern eine intelligente Handlung mit guten Dialoge, aus denen der Film seine Spannung bezieht. Hier und da sind zwar auch mal Leerlaufphasen da, aber der Großteil der knapp 2 1/2 Stunden saust vorbei.
Spätestens wenn Mitch sowohl vom FBI, wie auch der eigenen Company erpeßt und in die Zange genommen wird, fragt man sich unweigerlich wie jemand aus solch einer Zwickmühle herauskommen soll. Der Konterplan ist dabei ziemlich perfide ausgetüftelt. Ähnlich wie einst in einer Columbo Folge, muß die Mafia mitspielen, um sowohl seinen Kopf als auch das berufliche Renomee´ Mitchs zu retten, um dann auch brav im Happy End auszuufern.
Das versammelte Starensemble leistet dabei gute Arbeit, sogar Tom Cruise (den ich sonst gerne kritisiere) bringen ihren Part glaubwürdig rüber. Auf jeden Fall bietet die Firma gute Grisham Unterhaltung und kann getrost empfohlen werden.
7/10