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Quite amusing. Guy Ritchie. Hat er mal wieder einen Film finanziert bekommen. Aber wieso geht es bei seinen Filmen immer um das gleiche? Bube, Dame, König, Gras oder Snatch sind absolute Highlights in diesem Genre. Natürlich kann Steven Soderbergh das auch ganz gut, aber einfach nur schnelle und witzige Action, das war gerade bei Snatch wirklich gut gelungen. Er kann auch anders, aber bisher nicht gerade erfolgreich. Die Geschichte mit Madonna war ein Flop, in jeder Hinsicht. Revolver mochte ich zwar, weil der psychologische Hintergrund interessant ist, aber finanziell war's auch ein Flop.

Also gut, kein anderer Filmemacher kann so viele Charaktere in einen Film packen, ohne den Faden zu verlieren. Chapeau! Dabei ist das einzig wirklich bekannte Gesicht Gerard Butler (300), der die Hauptrolle kräftig an sich reißt. Auch der "RocknRolla" ist ein cooler, bemitleidenswerter Typ. Der Boss, der Assistent, die Buchhalterin, der herzlose Russe, der schwule Kumpel, der schlaue Schwarze, die beiden Blöden, die unkaputtbaren Schläger, der Plot um Millionen, der Twist, das ist alles da und interessant und spannend und ungewöhnlich und eben ein typischer Guy Ritchie. Aber haut es einen um? Ich glaube nein. Es macht Spaß zuzugucken, wie die vielen britischen Schauspieler Gangster vs. Gangster spielen. Ironie und Seitenhiebe, ein bisschen albern, aber gute Unterhaltung ist es allemal.

* SPOILER AN *

Ich glaube, dass das Ende zu schwach ist. Hätte er die Frau noch gekriegt und wären beide mit den Millionen davon gelaufen, der Filme hätte dreimal so viel in die Kassen gespült. Das mag bedauerlich sein, aber so funktionieren im Allgemeinen finanziell erfolgreiche Filme: die Sympathischen triumphieren, Happy End, alle gehen glücklich nach Hause. Hier wurde mit aller Macht der RocknRolla zur Hauptperson verbogen, die er im fertigen Film einfach nicht ist.

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