Review

Manhunts Titel macht keinen Hehl daraus, in welchem Horror Subgenre man eine kleine Geschichte erzählen will.

story: 4 Personen fahren mit ihrem Wagen Richtung Wald und machen Rast bei einem Hinterwäldler Schuppen. Um anschließend ein wenig mit den Einheimischen zu pöbeln und dann weiter zu fahren.

Natürlich kann man darüber diskutieren, dass die Story schon ausgelutscht ist, aber mir persönlich ist das egal, da ich als Surivival Horror Fan dabei nicht unbedingt neues erwarten muss.

Zumal es nicht gerade viele Filme gibt, die wirklich atmosphärisch 100 prozentig fesseln können.

Zum Teil schafft das Manhunt. Die 70er Jahre Atmosphäre ist mit ihren Graufiltern gelungen, die Schauspieler bringen zwar keine großen Facetten hinein, es geht aber auch deutlcih klischeehafter.
Da haben wir Bruder und die große Schwester. Der eine ist Comicliebhaber, die Schwester hat Beschützerinstinkte und sagt, was sie denkt.
Dann haben wir da die liebe Blondine und ihren Freund, der sich manchmal wie ein Arschloch benimmt.
Interessant daran ist, dass die liebe , hörige Blondine später noch ganz andere Seiten aufzieht.
Das kann man also schon mal als Bonuspunkt ansehen.

Die Killer sind die üblichen Hinterwäldler, wie man sie sich auch vorstellt, wenn man als Stadtmensch durch ein Dorf wandert. Einfach kalte brutale Killer mit verwachsenen Gesichtern. ;)

Die Splatterszenen wurden bewusst kreativ gehalten, um solche Fans nicht zu langweilen. Dabei übertreibt es Manhunt nicht und bleibt realistisch.

Warum ich nun nur 7/10 punkte gebe liegt aus meiner Sicht daran, dass wieder einige extrem dämliche unlogische Verhaltensweisen auftauchen, die mich immer schrecklich in solchen Filmen nerven.  Das gibt schon mal zwei Punkte abzug.
Wobei die Stelle, an dem die Wandlung der lieben Blondine zur Kämpferin, schon relativ ordentlich ist, obwohl man es hätte noch deutlicher zeigen müssen.
bei dieser Stelle musste ich direkt an the descent denken, aber als Horror Veteran zieht man ja immer ganz schnel mal Vergleiche und sollte man wohl ignorieren.

Das mit dem Pfeil und Bogen ist schon von anderern Kritikern angesprochen worden, hier hätte man vielleicht dafür sorgen sollen, dass sie mehrmal schießen muss und mehrere Pfeile irgendwo in seinem Körper hängen, anstatt einmal ein Pfeil ein Meter fliegt und dann danch direkt ins Herz...naja ;)

Einen weiteren Punkt abzug gibt es, weil jetzt nicht wirklich etwas neues passiert.  Aber man ist froh, dass im Gegenzug wie bei filmen ala The Strangers wenigstens noch ein bisschen Revenge betrieben wird. :)

Das Ende ist wie so oft noch mit einer kleinen Überraschung versehen und so bleibt Manhunt ein solider Backwood Slasher mit ordentlichen Dialogen, der nie billig wirkt und  etwas realistischer dargstellt wird als z.B. Wrong Turn.
für Horror Veteranen auf jeden Fall anschaubar.

Horror Neulinge würden wahrscheinlich eh begeistert sein, da sie noch nicht so viele Vergleiche zieehen können. :)

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