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Es lebe der Backwoodhorror !
1974: Die Geschwister Mia und Jorgen sind mit dem befreundeten Pärchen Camilla und Roger in ihrem VW-Bulli irgendwo im Nirgendwo der norwegischen Wälder unterwegs. Bei einem Zwischenstopp an einer abgelegenen Tankstelle lesen sie eine verängstigte Frau auf und begegnen einigen sonderbaren Einheimischen. Während der Weiterfahrt werden sie von einem Jeep überholt und müssen kurz darauf anhalten. Dumm nur, das sich die Insassen aus besagtem Jeep als psychopatische Killer entpuppen, einen Teil der Gruppe vor Ort erlegen und den Rest im Wald aussetzen. Als die Überlebenden zu sich kommen, ertönen die Jagdhörner. Der Kampf ums Überleben hat begonnen......

Warum die Männer töten weiß niemand. Sie hetzen die Verbleibenden ohne Gnade duch die schier endlose Wildnis. Atmospärisch gelingt  Regisseur Patrik Syversen hier ein Sahnestück. Dreckige, nasse Bilder, drastische Gewalt und das gute Spiel von Henriette Bruusgaard vermitteln das Gefühl purer Panik und Ausweglosigkeit. Dazu kommt ein klasse Score und der Verzicht auf fast jeglichen Dialog im Schlussdrittel. Alles was man hört ist schnaufen, schreien und das Kacken von Hölzern. Klasse!  

Graphisch ist der Film ebenfalls ein Genuss. Die Gewaltexezze sind kompromisslos und knallhart. Von drastischen Erschießungen über ausweiden bis hin zu Folterei mit Stacheldraht ist alles mit dabei. Kein Wunder das der deutsche Verleih hier seine Probleme mit einer ungekürzten Fassung hatte.

Alles in allem wird das Genre hier nicht neu erfunden, der Film ist aber der beste Backwood seit langem und zeigt wieder einmal, das in Sachen Horror zur Zeit nichts an Europa vorbeiführt. Atmospärisch eine Granate ohne dabei unendlich spannend zu sein, knüppelhart und rücksichtslos. Dazu durchweg passable Schauspieler und eine temporeiche Inszenierung. Bitte MEHR davon !!!! (8,5/10)

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