Review

Auch die Skandinavier wollen auf der Terrorschiene mitfahren. Mit "Rovdyr" bekommt der geneigte Zuschauer einen Backwood-Slasher nach altbewährtem Strickmuster serviert. Der Film spielt im Jahre 1974 und vermittelt das auch eindrucksvoll in seiner Bildsprache. Hier kann "Rovdyr" punkten, denn die Atmosphäre der Siebziger Filme war schon was besonderes.  

Story ist klar. 4 Jugendliche sind in den Wäldern Norwegens unterwegs und werden plötzlich von ein paar Wilden gejagt und abgeschlachtet, punkt. Da wird man unweigerlich an Wrong Turn und Konsorten erinnert, nur das die Wilden hier recht normal aussehen, schade! Da die Nettolaufzeit des Films gerade mal 70 Minuten beträgt, nimmt die Geschichte schnell fahrt auf, allerdings ohne übermäßig spannend zu sein. Rennen und verstecken im Wald, zack und tot. Viel mehr ist nicht. Die Darsteller sind wohl alle Neulinge, machen ihre Sache aber erstaunlich gut. Die deutsche Synchro ist auch nicht wirklich das gelbe vom Ei.
Zu einem Backwood Slasher gehören natürlich Gore FX. Auch die habe ich schon besser gesehen, dennoch sind sie nach meinem Gefühl weitestgehend handmade und äußerst brutal, ein Lob an dieser Stelle an die Macher. Allerdings bekommt man nicht sehr viel davon zu sehen, da die deutsche Spio/JK Version sicher um die 2-3 Minuten zensiert sein muss. 

Fazit:

Alles in allem wird man mit diesem B-Movie gut und kurzweilig unterhalten. Im Vergleich mit Wrong Turn zieht der Film den Kürzeren, jedoch habe ich auch schon viel schlechtere Filme dieses Genres gesehen. Für die Uncut Version würde ich verdiente 7 Punkte geben, aber für diese Fassung aus dem schönen Zensurland Deutschland sind es dann mit Ach und Krach gerade noch 6 Punkte!!!

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