"Warum Ratten cool sind."
"Dein Freund, die Ratte" erklärt im Schnellverfahren die Geschichte der Ratte. Remy und sein Bruder Emile aus dem Animationsfilm "Ratatouille" führen durch die ca. 10-minütige Geschichtsstunde. Interessantes und Wissenswertes wird auf unterhaltsame Art und Weise vermittelt, während sich die Optik als vielseitig erweist.
Die Beziehung zwischen Mensch und Hund sowie Mensch und Katze stehen vergleichsweise zur Ratte als Thema an. Ebenso deren Herkunft, die Verbindung zur Pest und diverse Eigenarten. Chronologisch geht der Kurzfilm über verschiedene Epochen bis zur gegenwärtigen Zeit. Der durchaus komplexe Stoff wird schnell und mit satirischem Witz erzählt. Mancher Gag erweist sich aber doch als belangloser Schabernack.
Optisch finden sich viele Stilmittel wieder. Neben der computeranimierten Form der Protagonisten sind die geschichtlichen Bezüge stets handgezeichnet. Dabei wechseln sich klassischer Zeichentrickstil mit Schwarz-Weiß Bildern und auch Videospieloptik ab.
Als durchaus experimental kann man "Dein Freund, die Ratte" bezeichnen. Es ist nicht nur Pixar's bis dato längster Kurzfilm, sondern auch der inhaltlich vollste. Dabei geht es weniger um eine Handlung. Der Kurzfilm will ein wenig Wissen auf unterhaltsame Weise vermitteln. Durch seine charmante Art schafft er dies auch. Allerdings ist die Laufzeit zu kurz, um einen tatsächlichen Geschichtsunterricht zu betreiben.
Die Optik ist vielseitig. Der Haken daran, ist der gut erkennbare Unterschied zwischen computerunterstützen und handgezeichneten Bildern. Während erste detailreich und realistisch wirken, sind letztere übertrieben bunt.
Dass der Versuch, Ratten als freundliche, Hund und Katz gleichgestellte Tiere zu etablieren, nicht ernst gemeint ist, ist dem erwachsenen Publikum sicher klar. Ob sich Kinder davon beeinflussen lassen, eine andere Frage. Sehr knappe ...
5 / 10