John Frankenheimers Thriller aus den Siebzigern ist auch nach dreißig Jahren als sehenswert einzustufen. Wenn man bedenkt, wie die Handlung des Filmes - damals eben auch nicht unumstritten - mittlerweile von der Gegenwart eingeholt wurde (9/11), wirkt er aus heutiger Sicht umso beklemmender auf den Zuschauer.
Die Idee - Nahost-Terroristen könnten mittels eines entführten Zeppelins 200.000 Stahlgeschosse auf 80.000 Menschen während des amerikanischen Superbowls schießen - dürfte heute nicht nur bei Amerikanern für Unbehagen sorgen. Doch Frankenheimer geht es bei seinem Film weniger um politische Hintergründe als um einen spannenden Thriller, das merkt man deutlich. Die Ermittlungsarbeiten der Terrorspezialisten Kabakov und Corley stehen so auch im Mittelpunkt der Story, die - als fast einzigster Kritikpunkt des Films - gerade am Anfang etwas gekürzt werden können. Doch wer zwei Stunden durchhält, wird am Ende mit einem ziemlich actionlastigen Schlussakkord versöhnt...
Fazit: Wahrlich kein Film von der Stange und gerade deshalb - trotz einiger Längen - sehenswert.