Review

Richard Harrison in einem Action-Kracher der 80er... leider ohne Action, Sinn oder Verstand. Ich war ja noch nie ein Fan von Richard Harrison und hätte normalerweise auch um diesen Murks einen großen Bogen gemacht, aber man ist ja wißbegierig und will nicht dumm sterben. Also musste ich mir diesen Streifen ansehen... hätte ich das doch lieber nicht getan. Gut, dann komm ich langsam mal zum Inhalt, damit ihr wisst, wieso ich den Film so schlimm finde.

Marks (Richard Harrison) Tochter wird von schießwütigen Unruhestiftern erschossen. Er rächt seine Tochter. Zwei Leute, deren Identität zunächst nicht bekannt ist, werden auf ihn aufmerksam. Sie entführen Marks Frau und zwingen ihn für sie Verbrecher umzunieten. Es stellt sich heraus, dass diese Leute nicht für Ruhe sorgen (wie etwa in "Der blutige Pfad Gottes"), sondern einfach nur alle Konkurrenten im Verbrecher-Milieu aus dem Weg räumen wollen. Mark wird garstig und bekämpft seine Auftraggeber.

Falls sich das interessant, spannend, actionreich, lustig oder unterhaltsam anhört, entschuldige ich mich an dieser Stelle. Nämlich nichts davon ist der Fall. Bis Mark seine Rache an den Schurken, die seine Tochter getötet haben, vollstreckt hat, ist der Film zugegebenermaßen lustig. Wenn Mark gewöhnliche, saufende Strolche als Ninja bezeichnet, ohne dass man erahnen könnte wie er darauf kommt, dass das Ninja sind, dann muss man zwangsläufig lachen. Nur leider geht das mit der Rache so zackig, dass man alles verpasst, wenn man mal kurz zum Kühlschrank geht, um ein Bierchen zu holen. Tja, und danach geht es nur noch bergab. Kaum noch witzige Stellen; Action ist zwar vorhanden, aber die haut keinen vom Hocker. Im Gegenteil, ich musste immer gähnen, wenn die Schießereien losgingen. Größtenteils liegt das an Schnarchnase Richard Harrison, der in absolut jeder Szene eine grausam schlechte Figur macht.
Wenn mal nicht geschossen oder geprügelt wird (nochmal der Hinweis, dass zwar oft geschossen und geprügelt wird, aber so erbärmlich, dass ich das nicht als ACTION bezeichne), dann darf man sich von einer hundsmiserablen Synchronisation erschlagen lassen.

Eigentlich müsste "Ninja Jäger" mehrfach im Guinness-Buch der Rekorde erwähnt werden. Zum einen habe ich noch nie eine größere Ansammlung von fiesen Fressen gesehen als in diesem Film und zum anderen dürfte das der Ninja-Film sein, in dem am wenigsten Ninja vorkommen, nämlich genau null.
Das soll mich aber nicht weiter stören, mehr als einen Punkt gebe ich dem Film dann einfach nicht, hier ist einfach alles viel zu schlecht. 01/10!

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