Review

Der Schlachter Popaul (Jean Yanne) und die Lehrerin Hélène (Stéphane Audran) freunden sich auf einer Hochzeit an. Als mehrere Lustmorde das friedliche Provinznest erschüttern, kommen Hélène Zweifel an der Harmlosigkeit des einsamen Fleischers…

Es ist ein langer Atem, mit dem Claude Chabrol in ausgewalzten Stimmungssequenzen verweilt, die das Dorf und seine Bewohner als liebenswertes Idyll mit kleinen Macken zeichnen sollen, das erst lernen muss, sich als Herberge des Bösen zu begreifen. Die Charakterisierung gelingt dabei feinsinnig und vorurteilsfrei, grenzt in ihrer Schlichtheit aber schon an Belanglosigkeit. Glänzen kann der Film dagegen in den fabelhaft inszenierten Vorzeichen des Unheils, die manchmal bloß durch dräuende Musik über unverfänglichen Geschehnissen angedeutet werden, dann wieder durch handfeste Risse in der scheinbar untadeligen Oberfläche den Abgrund darunter sichtbar werden lassen. Wer die kaum enden wollende Strecke der Andeutungen und Nebensächlichkeiten auf sich nimmt, wird mit einem unheimlichen Finale belohnt, dessen tragische Enthüllungen nachdenklich stimmen.

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