Review

Ein Film wie ein Schlag in die Fresse!
Özgür Yildirim überzeugt mit seinem Leinwand-Debut voll und setzt mit Chiko ein Zeichen des deutsch-türkischen Kinos.
Angeführt von einem brillianten Denis Moschitto als Chiko bleibt der Film von Anfang bis Ende fesselnd.

Chiko, ein junger Türke, will endlich Kohle machen, zusammen mit seinem Kumpel Tibet (Volkan Özcan), der eher wie ein Bruder für ihn ist, plant er über Grasgeschäfte an größere Geschäfte mit Brownie (Moritz Bleibtreu) ranzukommen.
Leider erweist sich Tibet eher als Last, weshalb es immer wieder Probleme gibt, die in einem fabelhaften Ende gipfeln....

Nachdem ich den Film gesehen habe, habe ich ihn gleich nochmal geschaut und einen Tag später mit Audiokommentar.
Die Story kann man am ehesten noch mit Scarface vergleichen, nur sind die Kubaner hier Türken und Hamburg als optimaler Ort für eine ähnliche Verfilmung. An diesem Film stimmt fast alles.
Soundtrack passt optimal zu den jeweiligen Szenen, die Darstellerleistungen sind bis auf überraschenderweise Moritz Bleibtreu (aber immer noch gut) perfekt, selbst "Lady Bitch Ray" spielt überzeugend.
Ein Film für zarte Gemüter ist Chiko nicht, hier regiert die Gangsterszene und die ist mitunter gewaltätig und derbe.

Chiko hat sich gleich nach Erscheinen auf DVD (lief bei uns leider nicht im Kino) als einer meiner absoluten Lieblingsfilme in mein Filmherz gespielt.

9,5/10

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