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Eine Horrorikone. Ein Ex-Pornostarlet. Titten en masse. Eine gehörige Portion Splatter. Klingt eigentlich nach den richtigen Zutaten für einen guten Film. Tja, klingt eigentlich auch nur so. Denn Sonys „Zombie Strippers“ begibt sich in die untersten Gefilde des Direct-to-DVD Schundes.

Story: Eine Spezialeinheit begibt sich auf einen Sondereinsatz um ein paar Zombies zu erledigen. Dabei wird einer der Soldaten gebissen. Damit ihn seine Kollegen nicht erschießen flüchtet er und landet in einem versifften Stripclub. Dort beißt er erstmal die Star-Stripperin, welche dann zum Zombie mutiert. Dies kommt bei den Gästen so gut an, dass sich auch die anderen Tänzerinnen entschließen, sich beißen zu lassen. Natürlich müssen die Gäste auch als Futter für die Damen herhalten.

Was eigentlich ein unterhaltsames B-Movie hätte werden können, entpuppt sich leider schnell als totaler Rohrkrepierer, den selbst ein Robert Englund nicht retten kann. Zugegeben, ein paar witzige Szenen besitzt der Film schon, z.B. wenn der mexikanische Hausmeister auftaucht oder die osteuropäische Ex-Stripperin. Aber das reicht lange nicht aus um über die vollen 90 Minuten zu unterhalten. Dafür hat der Film einfach zu viele Schwächen. Angefangen bei der fehlenden Dramaturgie, der niemals aufkeimenden Spannung und den völligen Verzicht auf Atmosphäre.

Dazu kommt eine sichtlich gealterte Jenna Jameson, die alles andere als erotisch ist bzw. noch niemals so etwas wie Erotik versprüht hat. Aber auch die anderen Tänzerinnen haben das gute Aussehen nicht für sich gepachtet. Mal abgesehen von der Provinzmaus und der blonden Soldatin, kann man die Damen in „Zombie Strippers“ komplett vergessen. Blöd nur, dass man ausgerechnet die beiden nicht nackt sieht. Was zu verschmerzen wäre, wenn wenigstens der Splatter stimmen würde.

Doch dieser ist einfach nur total billig. Dazu noch durch einen permanenten Einsatz von CGI versaut, kann der Film auch auf der Splatterebene nicht viel reißen. Die FSK fand es trotzdem too much und versagte dem Streifen erstmal die Freigabe. Die JK hat es trotzdem nicht so eng gesehen und so kann „Zombie Strippers“ wenigstens ungeschnitten im Regal verstauben.

Robert Englund, ein paar nette Gags und zwei attraktive Mädels. Mehr kann „Zombie Strippers“ nicht auf der Habenseite verbuchen. Übrig bleibt ein unterdurchschnittlicher Horrorfilm mit ausgewalzten Nacktszenen von unattraktiven Frauen, angeführt von Jenna Jameson. Wer es braucht. Ich jedenfalls nicht noch ein zweites Mal.

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