Irgendwo bricht ein Zombievirus aus, weshalb eine Spezialeinheit beordert wird, allen Zombies den Garaus zu machen. Eines der Spezialeinheitmitglieder wird dabei leider gebissen und verdrückt sich in einen heruntergekommen Stripclub. Als der Virus sich schließlich auch unter den Stripperinnen breit macht, merkt man, dass einem der Film genau das liefert, was der Titel vermuten lässt...
Was schnell positiv auffällt, ist die Tatsache, dass sich der Film glücklicherweise in keiner Weise ernst nimmt. Etwas anderes hätte man bei einem solchen Titel eigentlich auch nicht erwartet, aber man weiß ja nie, was kommt. Dieser Film ordnet sich jedenfalls ganz konkret den Komödien zu: Die Dialoge sind reich an Zynismus, Albernheiten, dummen wie auch überzogenen Sprüchen und frei von jeglicher Substanz. Den Ausschlag geben ferner aber auch die irrwitzigen Ideen: Anders als es z.B. im ernsthaften Zombiegenre üblich ist, haben die Zombies hier noch viele menschliche Eigenschaften; sie können sich artikulieren und haben ein Bewusstsein. Nur die Gier nach Menschenfleisch ist nach wie vor vorhanden. Für die Zombie-Stripperinnen ist es daher essentiell, ausreichend Nachschub parat zu haben, weshalb sie mit ihren übermenschlichen Zombiekräften die heißesten Tabledances überhaupt hinlegen. Den geifernden Zuschauern macht das kleine Detail, dass die Tänzerinnen mehr und mehr verfaulen, dabei gar nichts aus. Viel eher stören sich die nicht zombiefizierten Mädels an der untoten Konkurrenz.. Clubbesitzer Ian (Robert Englund) macht sich aus diesen Zwisten widerum nichts, wittert er doch die Chance auf unermesslichen Reichtum. Man merkt schnell, dass der Film alles andere als glaubwürdig ist, doch macht sich die amüsante Grundstimmung wirklich gut.
Der Film offenbart kaum Längen, wirkt aber auf der anderen Seite häufig auch wenig durchdacht. So kommt eigentlich zu keinem Zeitpunkt wirklich Spannung auf, weil es Regisseur Jay Lee nicht wirklich gelingt, die einzelnen Witzchen stimmig aneinander zu reihen. Wie so häufig liegt dies wohl aber eher am Drehbuch. Die Darstellung von Schusswaffen und die damit verbundenen Actionszenen wirken des Weiteren relativ amateurhaft. Hier scheint das offensichtlich geringe Budget am ehesten durch! Die Splatter- und Goreeffekte hingegen sind solide bis wirklich gelungen. Die FX-Crew hat sich definitiv ein Lob verdient; abgebissene Kehlköpfe, in vielen Varianten teilweise aufwändig deformierte Köpfe und auch anderweitig kreative Tötungsarien zeugen von den Ambitionen der Beteiligten. Zudem kann man das Zombie-Make-Up als gelungen bezeichnen. Musik und übrige Computereffekte sind wenig herausragend, während die Kameraführung zumindest streckenweise überzeugt: Sporadisch verwendete Kamerafahrten lockern das Erscheinungsbild dezent auf, jedoch fehlt den doch intensiv vorgeführten Tänzen die passende Dynamik in der Kameraführung. Die unpassenden Zeitraffer hätte man zudem besser vermieden.
Zu behaupten, dass die Darsteller enttäuschen, wäre übertrieben, da man nicht wirklich viel erwartet hat. Unter diesen Maßstäben fallen hingegen einige Darsteller positiv auf; allen voran ist natürlich Robert Englund zu erwähnen, der seinem Spaß an der Rolle mit der nötigen Erfahrung Ausdruck verleiht, aber auch Joey Medina als frecher Hausmeister und Jennifer Holland als überspitzt naive Jessy gefallen. Während die Stripperinnen-Darstellerinnen einschließlich Jenna Jameson ihr mangelndes Schauspieltalent zumindest ein Stück weit durch ihre Schauwerte kompensieren, fällt die Spezialeinheitenriege komplett unten durch. Doch Zombie Strippers macht aus der Not eine Tugend: Es wird zu keiner Zeit ein Hehl aus der Amateurhaftigkeit gemacht; ganz im Gegenteil wird versucht, durch besonders stumpfsinnige Dialoge die Komik zu überspitzen.
Insgesamt ist Zombie Strippers demnach eine sinnfreie Komödie mit der extra Portion Gore. Am besten geht man ohne all zu große Erwartungen an den Film heran, nimmt ihn nicht ernst und lässt sich dann überraschen. Er hält, was er verspricht, liefert Zombies und Stripperinnen, darüber hinaus unterhält er mit den witzigen Ideen. Ein Klassiker des Genres wird er aber ob der planlosen Dramaturgie und einiger inszenatorischer Mängel nicht werden!