Alle Kurzkommentare


5

Es ist ansatzweise so etwas wie David Cronenbergs Rückkehr zum Körperhorror und gleichzeitig so eine Art Neuauflage von VIDEODROME für die Cyber-Generation. Organische Konsolen, aus Knochenteilen gebastelte Pistolen und kleine mutierte Tiere, die andauernd sinnlos geschlachtet werden - das ist schon reichlich merkwürdiger Stoff, so surreal und unlogisch wie ein bizarrer Alptraum. Darin liegt auch bereits der gesamte Reiz von eXistenZ. Mitreißend ist "das Spiel" an sich, also diese simulierte Kriminalgeschichte, nämlich zu keinem Zeitpunkt, weil sich unterm Strich verblüffend wenig in der virtuellen Welt ereignet. Der unorthodoxe kleine Film des kanadischen Meisterregisseurs kommt über weite Strecken ziemlich verschlafen daher, auch wenn es sicher jede Menge versteckte Aussagen über unsere Wahrnehmung von Realität zu entdecken und zu entschlüsseln gibt.

8

Ein Paar ist Teil einer terroristischen Bewegung, welche die Herstellung und Verbreitung von an Realität grenzenden Computerspielen unterbinden möchte. Der simple Grund: Virtuelle Realität, die nicht mehr von echter Realität unterschieden werden kann, beraubt Menschen ihrer Identität, ihrer Persönlichkeit und ihrer Werte - ja jeglichem Lebensinn und Lebensmut. Der Film geht noch weiter bis zur Frage "Was ist eigentlich überhaupt Realität" oder "Wie lässt sie sich Realität erkennen und woran lässt sie sich festmachen?" Matrix, 13th Floor und Co. lassen also herzlich grüssen. Das Ende ist so gestaltet, dass sich alles hineininterpretieren lässt. Nichtsdestotrotz wartet der Film mit hoher Spannung, ausgezeichneten Schauspielern und höchst kreativen Einfällen auf. Fazit: Kein Evergreen, aber ein "Muß-man-als-Filmeliebhaber-mal-gesehen" haben. (7,5/10)

9

Definitiv ein Cronenberg! Surreal, schmutzig und nicht jedermanns Sache! Eine sehr verschachtelte Inszenierung mit irrwitzigen Wendungen und spannend kalkulierten Suspensemomenten. Cronenbergs Film ist sicherlich kein Meilenstein, aber er unterhält im Rahmen des Genres sehr gut. Und zum Schluss die Frage an die Insider des Films: Sind wir eigentlich noch im Spiel?

9

Kongeniales Verwirrspielchen vom Meister des "Körperhorrors". Eine innovative Story, unzählige krude Ideen, eine fesselnde Atmosphäre, hervorragende Darsteller und das umwerfende Ende machen "eXistenZ" zum besten Film des Jahres 1999.

4

Naja naja naja, ich kann mich nicht so sehr an die anderen Meinungen anschliessen. Ich fand den Film eher lahm und ziemlich langweillig als spannend ! - Die meiste Zeit wird eh nur "meiner Meinung" nach dummes Zeug gelabbert. Dieses Spielpad o. was das sein soll sieht aus wie irgend ne künstliche silikon vagina ! Der Film hat mich also keinesfalls mitgerissen, die meiste Zeit fielen mir die Augen zu !!! - Es gibt ein paar eklige Szenen, bzw. ein paar sehr blutige. Doch noch nicht einmal das kann den Film retten !!! - Der Film ist also meiner Meinung nach überhaupt nicht zu empfehlen, und ich würd ihn mir keinesfalls ein zweites mal anschauen. Ist natürlich nur meine Meinung ! Vielleicht bin ich auch zu blöd um den Film zu kappieren ! - Aber das tut nichts zur Sache, denn er ist wirklich lahm.

7

In nicht allzuferner Zukunft werden virtuelle Spielsysteme mittels eines Bio-Port direkt an den menschlichen Organismus angeschlossen. "eXistenZ" ist ein solches Spiel. Es erschafft eine neue Realität in der der Spieler Mittelpunkt ist und die sich seinen Ängsten und Obsessionen anpaßt. Es gibt aber auch Realitätsfanatiker die es auf das Leben der Spiele Designerin abgesehen haben was diese dazu bringt sich mitsamt einem naiven Bodyguard in das Spiel zu flüchten. EXISTENZ ist kein Horrorfilm. Angst oder Grusel bleiben außen vor, selbst Spannung wird nur selten erzielt aber eklige Momente gibt es einige (zarte Gemüter würden wohl behaupten: "zu viele"). Eigentlich hatte ich vom kanadischen Altmeister etwas mehr erwartet, wurde aber nur geringfügig enttäuscht, denn Charakterzeichnung und die SFX liegen weit über dem Niveau amerikanischer Dutzendware. (H.R.Giger wird sich freuen wenn er sieht was in diesem Film aus seiner Schöpfung, der Bio-Mechanik, geworden ist.)

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