Review

Um gleich mal vorweg eine eher unbekannte Deutsche Punkrock-Band zu zitieren: "Schund ist gesund und bringt uns in den Abgrund". So ungefähr könnte man dieses Meisterwerk des Trashs in einem Satz zusammenfassen.

Ein riesiges Erdbeben erschüttert die Erde. Es gibt fast keine Überlebenden.
Der Armeeoffizier Nick Preston (Dolph Lundgren) ist der vorgesetzte einer Gruppe von Überlebenden in der Wüste.
Bis eines Tages ein paar Knackis auftauchen und eine junge Frau der Gruppe entführen. Preston und Co. versuchen sie zu befreien.

Was uns Regiesseur Shelton Lettich (Double Impact, Leon) da vorsetzt ist allerunterstes Niveau. Da wird dem Zuschauer in billigsten Wüstenlocations ein Endzeitszenario geboten, wie es kaum noch schlechter geht.
Während der gesamten Laufzeit des Mülls passiert eigentlich so gut wie gar nichts. Halt doch zum Ende hin entführen die Knackis ein bescheuertes Blondchen um Wasser von den anderen zu erpressen. Die Knackis haben eine wunderbare Alibifunktion, damit man zum "Finale" noch etwas schlechte Action zeigen kann. Falls es einen Zuschauer gibt, der wie ich, den Film bis zum Schluss anschaut.
Man fragt sich allerdings, was es mit den Gefängnisinsassen auf sich hat, da sie den ganzen Tag nur im Hof rumstehen und den Blick nicht vom großen Monitor abwenden, der ihren Führer zeigt.

Die Dialoge von The last Warrior haben überhaupt keinen Wert. So viele blöde und unpassende Sprüche wie hier gibt es fast nirgendwo anderes zu hören. Dasselbe gilt für den Humor der niemals witzig ist sondern nach spätestens Fünf Minuten nur noch nervt.
Vom Drehbuch erst gar nicht zu sprechen. Selten habe ich so viele Logiklöcher gesehen.
Und dann wären da noch die unglaublich bescheuerten Situationen. Wie zum Beispiel der verrückte Cop der mitten in der Wüste mit seinem Polizeiauto angerasst kommt, Preston und Co. erst bedroht, ihnen dann Erdnüsse anbietet und dann einfach wegrennt. Im Grunde besteht der Film eigentlich nur aus solchen Szenen.
Zum Ende wird dann noch etwas Blasphemie betrieben, dass dem Streifen dann die Krone aufsetzt. Da schreit eine Frau in Gottes Namen nach Wasser und sofort beginnt es zu Regnen. Oder ein Mädchen betet zu Gott er solle doch Preston helfen das Gitter aus der Wand zu reißen, da er ja sonst kein Held mehr wäre. Plötzlich kommt ein Nachbeben und siehe da das Gitter ist weg.

Wie schon gesagt bis auf die letzten Zehn Minuten wird an Action überhaupt nichts geboten. Und was dann kommt ist ebenfalls nicht erwähnenswert. Traurig Traurig.

Darstellerisch, genauso wie man es erwartet, schlechter als schlecht. Man merkt sofort das Dolph Lundgren (The Punisher, Showdown in little Tokyo) keinen Bock hat hier mitzuspielen. Aber was macht man nicht alles fürs liebe Geld.

Mit The last Warrior haben Shelton Lettich und Dolph Lundgren den Tiefpunkt in ihren Karrieren erreicht. Ein Film, der nur etwas mit dem Namen Lundgren`s Geld machen will.
Die dämlichen Charaktere, die dumme Story und die viel zu lange Laufzeit sind nichts weiter als 90 Minuten reine Zeitverschwendung. Deswegen 2 von 10 Punkten.
Warum keine 1 von 10 Punkten weil Operation Las Vegas dann doch noch etwas schlechter ist. Erklärung siehe Review.

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