Er verwischt alle Spuren. Sein Job ist es, Menschen verschwinden zu lassen. Der ehemalige Spezialagent Jason Price stattet seine Klienten dank eines hochkomplexen Netzwerks mit neuen Identitäten aus. Als sein Freund, der FBI-Agent Sonny, von einem Gangstersyndikat verfolgt wird und Jason um Hilfe bittet, scheint der Profi jedoch an seine Grenzen zu gelangen: Der Cleaner, ein berüchtigter Auftragskiller, infiltriert Jasons Netzwerk, tötet Sonny und hinterlässt eine blutige Spur. Niemand kennt sein Gesicht. Niemand kennst seinen wahren Namen.
Und auch beinahe niemand blickt bei dieser undurchsichtigen Story wirklich durch, denn im Kompetenzclinch von NSA, FBI, dem Gangstersyndikat Ikarus (von dem nie so ganz klar wird, was die eigentlich so beruflich machen) und dem Special Protection Team Lundgrens entspinnt sich ein Netzwerk, bei dem sich die Drehbuchautoren wohl selbst mächtig verheddert haben. Auch die sonstigen Kennzeichen, die einen Lundgren Film sonst eigentlich auszeichnen, sind nur begrenzt vorhanden. Die Action hält sich eher im Hintergrund und mehr als ein paar semiaufregende Schläge- und Schießereien bekommt man nicht geboten. Die beste Szene wird da eigentlich schon am Anfang verbraten mit der schwungvollen Verfolgungsjagd zwischen Terminal und Flugfeld.
Abgesehen davon funktioniert Concept of Fear eigentlich ganz anständig ohne zu glänzen. Die Handlung ist noch nicht so abgenudelt, das Konzept der Identitätsverschleierung könnte einen netten Actionthriller abgeben, wenn man die Charaktere etwas sorgfältiger ausgearbeitet hätte. So bleibt ein wildes durcheinander, in das man krampfhaft noch die übliche Lovestory integrierte, auch wenn diese vorne und hinten nicht zur Story paßt, da die gnädige Frau eigentlich ja Hauptverdächtige ist, die böse Auftragskillerin zu sein.
Die Darsteller kann man ebenfalls in die Durchschnittsecke schieben. Lundgren muß rollenbedingt den harten Max ohne große Gefühlsregungen spielen, was ihm prinzipiell entgegenkommt und der Rest des Casts fältt auch nicht weiter auf und ist nach Filmende eigentlich schnell wieder vergessen.
Man kann sich den Film schon mal anschauen, allerdings ohne hochgestochene Erwartungen, die Werke des alten Schweden waren schon wesentlich schlechter, wenn ich da nur mal an Retrograde oder andere Zelluloidleichen denke. Klassische Mittelfeldkost eben.
5/10