Review

Mit als Vorbereitung für einen Einzelfilm über Green Lantern betrachteter Animationsfilm nach den DC Comics, mit einem mysteriösen Prolog, einer ungewöhnlichen Bildsprache, einem mehrfachen Omen mit diversen Schlagworten, ein düsteres Bild, eine 'letzte Geschichte', ein Suizid hier. Kreativität beim Prolog und beim Intro, sich Mühe gebend bezüglich der Abwechslung halber, dem Ideenreichtum, mit prominenter Besetzung in Klein- und Kleinstrollen, eine New Frontier:

Ein unbekanntes Wesen namens "The Centre" [ gesprochen von Keith David ] erzählt seine Geschichte darüber, wie es aus der Erde selbst geboren wurde und die Evolution und das Aussterben der Dinosaurier und der menschlichen Evolution miterlebt hat. Aufgrund der Fähigkeit des Menschen zu Krieg und Gewalt ist das Zentrum zu dem Schluss gekommen, dass sie ausgerottet werden müssen. Die Justice League, bestehend aus Bruce Wayne / Batman [ gesprochen von Jeremy Sisto ], Hal Jordan / Green Lantern [ David Boreanaz ], J'onn J'onzz / John Jones / Martian Manhunter [ Miguel Ferrer ], Barry Allen / The Flash [ Neil Patrick Harris ], Ace Morgan [ John Heard ], Diana Prince / Wonder Woman [ Lucy Lawless ], Kal-El / Clark Kent / Superman [ Kyle MacLachlan ] stellt sich dem entgegen.

Die Animationsfilme in vielfacher Weise und öfters gelungener als die Live-Aktion, Korea '53 wird hier begonnen, ein Friedensabkommen, Miss Lane als Reporterin, das Kriegsende und der Waffenstillstand hat sich noch nicht vollständig herumgesprochen. Ein Beschuss in der Luft, eine riesige Explosion, eine Destruktion, über dem Feindesgebiet abgeworfen, ein Leuchtsignal, ein Duell Messer gegen Pistole, ein blutiger Kopfschuss, Blut auch im eigenen Gesicht, dem Feind nochmal entkommen. In Gotham City geht die Geschichte weiter, weit entfernt, auch ein Sterben, viel Verluste hier gemacht, viel Verderben, die Geschichte neu geschrieben, mit viel Zeit- und Ortssprüngen, bspw. Indochina '54, Superman und Wonder Woman treffen sich, grausige Bilder aus dem Tigerkäfig, Gerechtigkeit und Selbstjustiz hier gleich gesehen, die Justice League steht auf der Fahndungsliste, die Menschen haben Angst vor den Metawesen, es wird ins Gewissen geredet, der 'Daily Planet' macht seine Schlagzeilen darüber, das Zeitungsgeschäft blüht, die Menschen auch süchtig nach Spektakel und Spektakulären, böse Witze und Sprüche gemacht, Zynismus und Sarkasmus am Ausdehnen. (Unter den Stimmen sind unter anderen noch Kyra Sedgwick, Brooke Shields und Joe Mantegna.)

Um Amerika geht es hier, jeder hat seine Prinzipien, der McCarthyismus am Vollziehen, der Kalte Krieg, der Kampf gegen den Kommunismus, gegen alles Andersartige, jeder ist verdächtig und wird unter die Lupe genommen, ein Leben für den Moment, er könnte der letzte sein, das ist hier die Devise, Geschichte plus Fiktion, Realität plus Parallelität, Fiktion und Science Fiction, mehrerlei Bedrohung, Tote in allen Lebenslagen, Flash wird auch zur Hilfe gerufen, ein Superheldenfilm, alle versammelt, mit Absicht gehandelt und Vorsichtsmaßnahmen getroffen, es geht auf Geschwindigkeit, auf Komplexität. Eine Bombendrohung in Las Vegas holt den roten Blitz zum Vorschein, überall Verbrechen und Kriminalität am Gedeihen, mitten in der Wüste, in Spielcasinos, in Central City, viele einzelne Abschnitte hier, viele Abkürzungen und gleichzeitig Umwege, mehrere Plotstränge erzählt und zusammengefasst, eine dramaturgische Intensität. Ereignisse werden angedeutet und eingangs selten zusammengefasst, zusammengerafft ist eher das richtige Wort, es werden Einblicke bereitgehalten, manche wissen ihre Bestimmungen noch nicht, eine Entwicklung gezeigt, ein rabiater Nahkampf von Batman gegen ominöse Feinde gezeichnet. Ein Hin und Her und Vor und Zurück, neue Personen eingeführt und alte Bekannte als Orientierung geschaffen, eine Mischung aus Bekanntem und Unbekanntem, tatsächlich auch die Erschaffung von Green Lantern hier mit erzählt, in First Flight (2009) fortgeführt, "all part of the big picture", ein großes Puzzlespiel mit verschiedenen Stücken, auf Spannung und Anspannung gehalten, auch auf Kürze, keine 75 Minuten Laufzeit genommen, eine Prequel und gleichzeitig ein eigenständiger Film.

Um einen Kult geht es, eine geistige Empfängnis, die Männer als kantig, die Frauen kurvig, es geht um Vertrauen und Missvertrauen, eine unsichere Zeit, eine versuchte Festnahme von Flash in Center City, die Regierung involviert, die Welt dem Untergang geweiht, 'The Center' als Bedrohung, eine Flucht und eine Ausflucht gesucht, viel Geheimniskrämerei, viel Bürokratie auch, Geschäfte von oben herab, eine Ansprache an das 'normale' Volk gemacht, eine Erkenntnisforschung, eine Suche nach Antworten, nach einer Identität. Eine Sammlung von Informationen, mal der Patriotismus gezeigt, mal der Nationalismus, die Propaganda und das einfache Leben, dann wieder wissenschaftlicher Hokuspokus, ein herunterzählender Countdown, eine Mission to Mars angedacht, zum Red Planet, in dem Sektor die Bestimmung von Hal Jordan, ein Teil der Prämisse mitten im Weltall erfüllt. Die Geschichte läuft hier anders ab als aus dem Folgefilm und dem Realfilm gezeigt, ein anderer Vorlauf, eine diverse Zeichnung, ein großes Kaleidoskop, ein Amerika in der Änderung und der Veränderung, mehrere Actionszenen eingeworfen, mehrere Red Herrings, eine Vielschichtigkeit und eine Mehrdeutung, schnell fort- und voranschreitend, viele Geschehnisse auf einmal, das mag und kann auch verwirrend sein zuweilen, für Neu- und Quereinsteiger die Tour zu gefüllt, zu anstrengend, zu sehr um Schnelligkeit bemüht als dem ausführlichen Erzählen; selbst Robin als Sidekick bekommt einen minimalen Auftritt. Um die Angst vor Neuem und Fremden geht es, um Verluste und Gewinn, um Atomkraft und Gedankenlesen, um eine Zukunft und die jetzige Gegenwart, es gibt wie in den anderen Filmen einige herausragende Landschaftsszenen, das Amerika vor 75 Jahren in Augenschein genommen, eine Rechtfertigung auch, ein Pazifismus im Krieg gezeigt, eine Rückbesinnung auf Idealen, der Paranoia abgeneigt, das Befürworten einer Zusammenarbeit, (im ausschweifenden Luft- und Bodenkampf gegen urzeitliche Unwesen) auch eine Aufopferung; selbst ein Cliffhanger wird eingewebt, eine Illusion, ein Zacken Surrealität, auf den Zusatztitel Bezug genommen.





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