Review

„Heute ist ein guter Tag zum Sterben“… die ersten Worte von Kiefer Sutherland im Sci-Fi-Mystery-Film „Flatliners“ sind schon als programmatisch anzusehen. Zum Sterben schön ist dieser Film allerdings leider nicht.

Der junge Medizinstudent Nelson (Kiefer Sutherland) hat ein gewagtes Experiment vor: Er will sich medizinisch kontrolliert in den Todeszustand versetzen lassen, um herauszufinden, was nach dem Tod geschieht. Das Experiment gelingt mit der Hilfe seiner Kommilitonen Rachel (Julia Roberts), Labraccio (Kevin Bacon), Joe (William Baldwin) und Steckle (Oliver Platt); und schon bald wollen seine Freunde ebenfalls diese Erfahrung machen, die Grenze zwischen Leben und Tod zu erblicken. Doch jeder, der diese Erfahrung gemacht hat, muss mit unvorhersehbaren Nebenwirkungen rechnen, denn er wird mit Sünden aus seiner Vergangenheit konfrontiert…

Dicht ist die ganze Story, keine Frage. Langweilig wird’s auch so gut wie nie, aber dennoch fehlt „Flatliners“ irgendetwas, um ein richtig guter Film zu sein. Nein, es liegt auch nicht an der Besetzung. Sämtliche Protagonisten wirken überzeugend, wenngleich sie nicht immer an das Maximum ihrer Leistungsfähigkeit gehen. Liegt es am optischen Erscheinungsbild dieses Filmes? Nein, eigentlich auch nicht. Was wir zu sehen bekommen ist durchweg gelungen. Seien es die Bilder aus der Realität, die eher in dunkle Töne gehalten sind oder seien es die Sequenzen aus dem Jenseits, die – je nach Situation – zwischen schrecklich düster und fröhlich hell schwanken. Nein, der visuelle Aspekt kann es auch nicht sein, der „Flatliners“ Abzüge in der B-Note bereitet hat. Woran kann es sonst liegen, dass ich in diesem Fall keine Jubel-Arien aussprechen kann? Negatives habe ich doch offenkundig nicht ausfindig machen können… Zugegeben: Ich weiß nicht, was mich an „Flatliners“ nicht überzeugt hat. Es ist nur dieses Bauchgefühl, das mich davon abhält, in die hohen Notenränge zu greifen.

Wahrscheinlich liegt es dann doch daran, dass „Flatliners“ einfach ein Film ist, der zwar zu den guten seiner Sorte zählt, aber halt nicht zu denjenigen Filmen gehört, die dem Zuschauer nachhaltig in Erinnerung bleiben. Trotz Star-Besetzung und trotz netter Story wird diesen Film wohl das Schicksal ereilen, dass ich ihn nach einiger Zeit wieder vollkommen vergessen habe… was soll’s! 6,5 von 10 Punkten!

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