Review


Inhalt:

Hongkong... 1973. Ein Mann ist in ein Koma gefallen..., ein herbei gerufener Arzt ordnet an, dass dieser Mann sofort in eine Klinik muss.
Doch es ist zu spät.
Dieser Mann..., wurde 1940 geboren..., und sollte die Filmwelt für immer verändern...: Bruce Lee.

Im Jahre 1958 beschließt Bruce Lee (Bruce Li aka Ho Tsung Dao) von Hongkong aus in die U.S.A. zu gehen, um in Seattle an der University of Washington zu studieren.
Seinen Lebensunterhalt verdient er sich als Tankwart... und als Lehrer für KungFu.
KungFu wird zum Lebensinhalt von Bruce Lee, er wird zu einem vollkommenen Kämpfer des KungFu..., und er muss sich immer wieder in dieser Kampfform beweisen. Er hilft den Schwachen, wo er nur kann. Das verschafft ihm viele Feinde.
Der japanische Karateka Motoyaki (David Chow) fordert Bruce heraus..., meint er doch, dass Karate die stärkere Kampf-Art sei, als KungFu. Doch Bruce siegt...!
Durch die offiziellen Kämpfe aber in Long Beach, wird er bekannt, und die TV-Produzenten auf Bruce aufmerksam...!

Erste Kamera-Erfahrung und Meriten kann Bruce Lee durch die Fernseh-Serien "Long Street" und "The Green Hornet" sammeln und erlangen.
Doch die Film-Bosse in Hollywood scheuen das Risiko, einen Chinesen als Star für einen Kino-Film zu engagieren.
Lee beschließt somit..., seinen ersten Kino-Film der KungFu zum Inhalt hat, in seiner Heimat, Hongkong zu drehen: "The Big Boss"..., im deutschen "Die Todesfaust des Cheng Li".

Der Film schlägt ein wie eine Bombe, und wird zu einem gigantischen Erfolg.
In Italien folgt der nächste Dreh..., "Way of the Dragon".  Hier gerät Bruce Lee in Schwierigkeiten..., die Tochter (Roberta Ciappi) eines Mafia-Bosses spricht ihn an. Ihr Vater will in einer alten Angelegeheit die Rechnung beglichen sehen. Wieder wird Bruce, wie schon in Thailand beim Dreh zu "The Big Boss", in einen echten Kampf verwickelt.
Doch er bleibt Sieger und kann sich durchsetzen. KungFu ist die größte aller Kampf-Arten..., und Bruce wird zum König des KungFu...!

Der Weg nach Hollywood ist nunmehr geebnet..., der Streifen "Enter the Dragon" ("Der Mann mit der Todeskralle") soll zum Hit werden, der Lee auch im Westen in den Film-Olymp katapultieren soll. Bruce..., nunmehr mit Linda verheiratet, aus der Ehe gehen ein Sohn und eine Tochter hervor, wird zum größten Darsteller des Genres, zum Welt-Star des Eastern.

Bruce Lee plant sogar schon den nächsten Film..., er trainiert bis zum Exzess..., auch an elektronischen Apparaturen und Elektroschock-Geräten.
Die Folge sind gesundheitliche Probleme..., die immer mehr zunehmen...., das Schicksal nimmt seinen Lauf.....


Fazit:

Ist dies der beste Bruceploitation-Eastern...? Sicher ist dies aber einer der Besseren.
3 Jahre nach dem Tod des Königs des KungFu und größtem aller Eastern-Stars..., widmete Regisseur Ng See Yuen dem "Kleinen Drachen" Bruce Lee diese Hommage in Spielfilm-Form, gedreht für die Studios von "The Eternal Film Co.".
In hell-klaren Bildern..., oft episodenartig und mit Zeitsprüngen gerafft, wird die Biographie Bruce Lees hier erzählt, mit nur kleinen Längen, weitestgehend spannend und flüssig, und mit viel KungFu-Action.
Damit es zu vielen KungFu-Fights kommt, werden hier neben all der biographisch sicher korrekten Erzählung auch Auseinandersetzungen eingewoben, die freilich erfunden sein dürften, um das Ganze dramaturgisch aufzupeppen.

Die Kämpfe gegen Schläger, die Bruce auf die Probe stellen oder gegen Mafiosis die Ehren-Händel austragen wollen..., sind in die Storyline eingebunden, um viele Fights einfließen zu lassen.
Damit eben auch ein actiongeladener Eastern hier entstehen solte.

Ansonsten lehnt man sich doch relativ eng an die biographische Vorlage..., die Anfänge in Hongkong, dann in Seattle, der Aufstieg des "Kleinen Drachen" als Darsteller und Sifu, der die Techniken des KungFu weiterentwickelte und einen ganz eigenen KungFu-Stil schuf..., Jeet Kun Do. Und schließlich das bittere Ende dieses Mannes, der plötzlich und unerwartet verschied..., und dies fast einsam wirkend.
Das Ende, eingeleitet durch das exzessive, auch an elektronischen Apparaturen und Elektroschock-Geräten vollzogene Training, ist denn aber hypothetisch seitens des Scripts.
Auch das Gerücht, Bruce Lee wäre in seinen letzten Stunden bei seiner angeblichen Geliebten Betty Ting Pei gewesen, wird hier spekulativ angedeutet. Man sieht hier eine Chinesin..., wer das denn ist, dazu kein Wort in diesem Film. Natürlich ist auch das eine interessante Nuance.

Ng See Yuen gelingt denn eine unterhaltsame, teils mit feiner Klinge hinsichtlich seiner Regie abgehandelte Reminiszenz an das einstige Idol von Millionen Film-Fans weltweit.
Das Ganze kann man nicht ohne Pathos drehen..., das ist doch klar. Pathos..., gehört hier mit dazu.

Wer sonst als Bruce Li, der Beste unter den Bruce Lee-Doubles, hätte diese Rolle überzeugend verkörpern sollen? So wie nur Elvis Presley besser war als sein Double Graham Patrick Doyle wenn es um Elvis geht..., so war nur Bruce Lee selbst besser als Bruce Li wenn es um ihn selbst ging.
Bruce Li spielt den Mann, dem er ähnlich sieht, und den er in mehr Filmen nacheiferte als dieser selbst zu Lebzeiten drehte, gekonnt. Er immitiert den King..., setzt aber immer wieder eigene Akzente, und besser kann man es eigentlich gar nicht machen.

Es ist auch die One-Man-Show von Bruce Li...., die anderen Darstellerinnen und Darsteller verlieren sich doch ziemlich..., es gibt keine "zweite Hauptrolle" in diesem Film, der in gut 90 Minuten das Leben Bruce Lee´s natürlich episodenhaft und fragmentarisch behandelt.
Unicorn Chan ist hier zu entdecken, einst ein Freund Bruce Lee´s, schon in den Kindertagen der beiden, das gibt dem Ganzen denn etwas Authentizität..., Fung Hak-On und Lee Hoi San sind Gegner Bruce Li´s, und somit nur action-technisch gefordert.
Der Darsteller "Mars" aus dem Dunstkreis Jackie Chan´s ist hier ebenso in einer kleinen Rolle dabei, wie die attraktive italienische Darstellerin Roberta Ciappi.
Gedreht wurde wirklich in Italien..., wo ja "Way of the Dragon" mit Bruce Lee spielte... und überhaupt sind die Sets der jeweiligen Lee-Filme hier fast der heimliche, aber wahre "Star" dieses Bruceploitation-Eastern.

Das ist wirklich mit Liebe zum Detail und zur Authentizität gemacht. Das thailändische Set zu "The Big Boss", Bruce Li und die Eisstange, die Thai-Boxer die Bruce Li herausfordern. Das Colosseum bei "Way of the Dragon"..., und das Kampfschulen-Set open air aus "Enter the Dragon"..., da fehlte nur noch, dass Shih Kien und Bolo Yeung auftauchten.
Das hat alles einen großen Wiedererkennungs-Effekt..., und elektrisiert die Fans von Bruce Lee.

Was bleibt..., ist die KungFu-Action. Die Fights sind rasant-dynamisch choreographiert und am reellen, schnellen Stil von Bruce Lee orientiert, das Nunchaku darf da natürlich nicht fehlen. Es wird viel gefightet..., und der Streifen somit nicht nur ein Biopic sondern schon ein teils furioser KungFu-Actioner.
An Bruce Lee selbst kann das natürlich nicht heranreichen..., aber die Action ist ordentlich und kann sich sehen lassen.

So ist denn "Bruce Lee - True Story" -ein ambitionierter Titel- einer der besseren Bruceploitation-Eastern, die ja ansonsten fast immer etwas Trashiges besitzen.
Verdiente, respektable 7/10 Punkte kann sich dieser Eastern denn noch in meiner Bewertung erfighten.

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