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15 Jahre vergingen, bis die Klapperschlange wieder zubeissen durfte. Regisseur John Carpenter drehte praktisch ein Remake von seinem eigenen Film " Die Klapperschlange " Inhalt: 2013: Nach einer Umweltkatastrophe ist Los Angeles vom Festland abgetrennt. Die Regierung schiebt alle Verbrecher nach L.A. ab. Leider hat die Tochter des Präsidenten eine Black Box geklaut um sie Terroristen Anführer Guervo zu geben. Mit ihr hält er die Weltmacht in seiner Hand. Der gerade eingefangene Snake Plissken soll die Blake Box zurückholen und wird nach L.A. verfrachtet. Er hat nur 9 Stunden Zeit, denn ihm wurde ein Gift verabreicht. Regisseur John Carpenter hatte ein großes Budget von über 50 Millionen Dollar. Leider merkt man hier nicht so richtig, wo er das Geld hineingesteckt hat. Manche Tricks und Special Effects sehen aus, als hätte man sie am Heim PC gemacht, vor allem die Riesenwelle. Die Zerstörung am Anfang und die Fahrt mit dem Mini U-Boot sind auch nicht gerade toll geworden. Wahrscheinlich ist es in die guten Darsteller und die Action geflossen, trotzdem hier hätte Carpenter mehr herausholen können. Das ist ja schon fast peinlich für ihn, wo er sonst so ein Perfektionist ist und auf jedes kleine Detail achtet. Carpenter hat meistens mit kleinen Budgets gearbeitet, vielleicht hätte man ihm hier auch ein kleineres zur Verfügung stellen, er arbeitet knapp bemessen vielleicht doch besser. Aber ansonsten hat er ein gutes Remake abgeliefert. Ein paar kleine Details wurden geändert und natürlich sieht alles neuer, morderner und technischer aus. Die Action ist 1A. Auch hier darf Plissken wieder mächtig aufräumen und das im gewohnt coolen Stil. Statt eines Gladiatorenkampfes gibt es hier ein Basketballspiel und einen Endkampf mit dem Oberguru bekommt man auch geboten, dazu zum Schluss noch einige Überraschungen. Unterhalten tut dieser Film trotz den schlechten Effects perfekt. Auch die Kulisse ist wieder sehr stylisch geworden, aber leider lang nicht so düster wie im Orginal. das zerstörte Los Angeles sieht wieder sehr endzeitmäßig aus und hier merkt auch wie John Carpenter auch auf die Details geachtet hat. Die Sounds sind mal wieder top. Als Titelmelodie wurde gerade eine aufpolierte Version des Orginals genommen, passt aber einfach zu dem Film. Natürlich ist kein anderer als Kurt Russel die Verkörperung von Snake Plissken. Er spielt genauso verbissen und cool wie im Orginal. Stacy Keach darf mal wieder einen richtigen Drecksack spielen und die Rolle passt zu ihm. Steve Buscemi spielt den falschen Laufburschen von Guervo. Pam Grier gibt einen seltsame Erscheinung ab und die deutsche Synchro ist bei ihr leider mehr als dämlich. Genauso wie das Orginal ist auch das Remake wieder top besetzt. Fazit: Wo die 50 Millionen Dollar hingeflossen sind, das weiss keiner so genau, denn die Special Effects sehen leider nur billig aus. Aber sonst sehr gute Action, hübsches Szenario und glaubwürdige Darsteller. Kommt dem Orginal lang nicht nach, ist rein für die Unterhaltung.

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