Review

Die Story dürfte ja hinreichend bekannt sein - falls nicht ist das auch egal, da sie nicht der Rede wert ist.
Bereits bei der Entführung in das Endzeitszenario ist sämtliche Sympathie und Geduld verspielt, da alles irgendwie geklaut bzw. zumindest schlecht kopiert wirkt und/oder einfach keine Ideen vorhanden waren.

Die Effekte sind überflüssig und so dilletantisch in Szene gesetzt, dass die Atmosphäre schon vor den ersten Bildern des verwüsteten L.A.'s sprichwörtlich baden geht.

Steve Buscemi und Michelle Forbes - meiner Meinung nach die einzig guten Schauspieler - wirken deplaziert und können hier auch nichts mehr retten.

Dass Kurt Russel mit Transsexuellen an der Seite kämpft ist schon fast der kreativste Regieeinfall. Dagegen ist der Gesinnungswandel der Präsidententochter ebenso nervig wie vorhersehbar.

Was ich aber am provozierendsten empfinde ist die Darstellung des "Oberbösewichts" - ich finde, dass er Che oder dem jungen Fidel Castro doch sehr ähnlich wirkt; sicherlich beabsichtigt: der Bart, die Zigarre? Dies und der Name "Leuchtender Pfad" lassen wieder auf eine reaktionäre Message schließen. Dann auch noch der Einmarsch Kubanischer Truppen - ich lach mich tot - und ein skrupelloser amerikanischer Präsident, der so (beabsichtigt) überzogen dargestellt wird - natürlich um vom realen, um ein vielfaches schlimmeren Vorbild abzulenken.

Oh! Wie ich diese Hollywoodsche Hetze gegen alles Kritische und Linksradikale hasse!!

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