Auch wenn ich mich noch nie wirklich für den legendären Abenteurer Indiana Jones begeistern konnte, so muss ich zugeben, doch ganz positiv von "Der letzte Kreuzzug" überrascht worden zu sein. Diesmal ist Dr. Henry Jones auf der Suche nach seinem verschwundenen Vater, der bei der Verwirklichung seines Lebenszieles, das sich darin definiert, den berühmt-berüchtigten, ewiges Leben verleihenden Heiligen Gral zu finden, verschollen ist.
Ohne den Grundstein der Geschichte aus den Augen zu verlieren, ließ man sich hier noch so einige feine Sachen einfallen. Denn im Handlungsverlauf taucht das Jones-Doppelpack beispielsweise bei geschichtlichen Ereignissen, wie der 1933 von Faschisten organisierten Bücherverbrennung, auf. Ebenfalls sehr einfallsreich kommt die Action daher, die sich hier in einem gewohnt abenteuerlichen, markanten Stil in passenden Kulissen und unter der Verwendung von verspielter Musik präsentiert und dem unvergleichlichen Indiana Jones-Mythos absolut gerecht wird. Als wahre Krönung erweist sich aber erst der herrlich trocken rübergebrachte Humor, hier ausschlaggebend von Sean Connery kommend, bei dem simple Sätze wie "Der Fußboden brennt" zu wahren Leckerbissen werden. Aber auch das Verhalten von Papa Jones als er tollpatschig das eigene Flugzeug zerschießt, ist wirklich sehr genüsslich. Ansonsten wurden weiterhin coole Sprüche und witzige Einlagen in den Film eingebaut. So ist auch die Szene, in der die beiden Abenteurer den Fluchtversuch starten und dabei in der Drehtür landen, sehr amüsant geworden.
Fazit:
Die humorvoll spielenden und bestens harmonierenden Darsteller Harrison Ford und Sean Connery heitern den Film gekonnt auf. So kann man auch schon mal über die vorhersehbare (besonders zum Schluss) und im Kern nicht wirklich überragende Story hinwegsehen. Für Abenteuerfans sicherlich ein Muss. (7+/10)