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Wer Dark Blue kennt, braucht Street Kings nicht zu schauen: Eine fast austauschbare Handlung, die sich unnötig selbst verkompliziert, Charaktere, die im laufe der Handlung zur Witzfigur degenerieren und ein abgetakelt wirkender Star, der das beste aus seiner Rolle herausholt. Was Street Kings von dark Blue unterscheidet, ist die Einfachheit seiner Charaktere, die plumpe Umsetzung am Ende und ein irgendwie - weil modern!!! – „fieses“ Happy End.Ansonsten kannst du fast alles 1:1 übertragen, am schlimmsten wird das deutlich am jungen noch unerfahrenen Partner.Und Street Kings macht einfach alles falsch, was Dark Blue richtig macht: Bleibt Dark Blue trotz seiner sonnigen Bilder durchweg pessimistisch und hat auch am Ende ein offenes Ende, gerade weil man sich auf einem Pulverfaß befindet, mit einem vielleicht Silberstreif am Horizont, endet Street Kings recht abrupt mit seinem „verstörenden“ Plottwist (hüstel, hüstel…) Doch man sollte Street Kings nicht unrecht tun: Er ist formal excellent in Szene gesetzt, hat einen gegen den Strich gut besetzten Hauptdarsteller (selten genug, dass Keanu Reeves überzeugt) und eine beachtliche Nebendarstellercrew vorzuweisen.Doch wenn man Dark Blue mit Kurt Russel zuverlässigerweise vorher mal gesehen hat, dann kann Street Kings nicht mithalten. Gute Erwachsenenaction, die besser in Szene gesetzt hätte werden müssen. Nicht mehr, nicht weniger. 6 Punkte (gerade so)

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