Review

Mathieu Kassovitz' Filmadaption von Maurice Dantecs Roman BABYLON BABIES ist von vielen sehnsüchtig erwartet worden. Deswegen ist es um so enttäuschender, daß das Endresultat alles andere als zufriedenstellend ausfällt.
Der Söldner Toorop (Vin Diesel) lebt irgendwo in einem osteuropäischen Land in der Zukunft. Er ist von den vielen Kriegen zerrüttet und lebt immer nur von heute auf morgen. Bis er einen Auftrag erhält, zu dem er nicht "nein" sagen kann; Er soll ein Mädchen, Aurora (Mélanie Thierry), nach New York schmuggeln, dafür bekommt er satte US$ 500.000. He got himself a deal. Als erste Überraschung muß er aber feststellen, daß die Kleine nicht allein reist, denn ihre Beschützerin, Schwester Rebecca (Michelle Yeoh) weicht ihr nicht von der Seite. Als sich das ungleiche Trio auf den Weg macht, quer durch die von Kriegen zerstörte halbe Welt, wissen sie nicht, daß sie bereits am Anfang ihrer Reise mehr Probleme bekommen werden, als ihnen lieb ist. Und das ist erst der Anfang...
Was sich wie ein nettes Actionmärchen liest, ist es nur bedingt. Größter Kritikpunkt ist die relativ lahme Inszenierung des Ganzen. Es gibt Actionszenen, keine Frage, aber diese schaffen es nicht, den Film über die langweiligen Zwischenparts zu retten. Die Dialoge sind hohl, vom Kalieber: "Wir haben das zusammen durchgestanden, fast wie eine Familie..." und die Action ist zügig, fast schon zu schnell geschnitten. Von Michelles Kampfeskapaden kriegt man kaum etwas mit. Besonders das Mädel mit ihren jammernden Dia- bzw. Monologen nervt über die ganze Laufzeit schon enorm. Die erste halbe Stunde funktioniert überraschend gut, danach wird's leider immer schlechter.
Schade!
5/10

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